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300 PS bringen ihn nicht aus der Ruhe

Meister des Handwerks 2016 300 PS bringen ihn nicht aus der Ruhe

Landmaschinenmechaniker-Meister Jeroen Klokkers aus Laar in Niedersachsen

ist der jüngste Meister des aktuellen Jahrgangs. Er mag die Herausforderung.

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Jeroen Klokkers hat die schwere Technik im Griff.

Quelle: privat (2); Friedrich Bungert; Fotolia

Laar. „Man will ja auch ein bisschen die Herausforderung“, sagt Jeroen Klokkers selbstbewusst. Und ganz ehrlich ergänzt er: „Wenn ich in meinem Beruf bleibe, dann möchte ich nicht noch mit 50 oder 55 Jahren unter den Maschinen hocken.“ Da will er schon an seine Zukunft denken. Klokkers ist gelernter Landmaschinenmechaniker. Im Zentrum für Gewerbeförderung in Götz (Potsdam-Mittelmark) hat er seinen Meister gemacht. Mit gerade mal 21 Jahren – so jung war er, als er im Mai dieses Jahres die letzte der Prüfungen ablegte.

Er habe schon immer vorgehabt, sich irgendwann nach der Lehre weiterzubilden, erzählt der Jungmeister. Der Meister sei da eigentlich der „Langzeitplan“ gewesen. Doch da er gleich nach der Lehre Zeit und Gelegenheit hatte, die Kurse zu absolvieren, schlug er zu. Die für ihn nächstmöglichen Vorbereitungskurse waren die in Götz. So zog es Klokkers von Laar – einer Gemeinde in Niedersachsen in unmittelbarer Nähe zur niederländischen Grenze – ins Brandenburgische. „Eine schöne Umgebung“, sagt der Niedersachse über seine Heimat auf Zeit. „Viele Seen und Flüsse.“

Was für ihn aber das Wichtigere war, ist die Technik im Zentrum für Gewerbeförderung in Götz, an der er unterrichtet wurde. „Die Technik hat einen guten neuen Stand“, konstatiert der Fachmann. So habe es zu seinen Kursen in der Bildungsstätte des Handwerks gerade einen neuen, „sehr hochwertigen Schlepper“ gegeben. Das Urteil von Klokkers: „Da kann man gut lernen.“ Klokkers ist auf einem Bauernhof aufgewachsen. Sehr schnell hat er dabei geholfen, die Maschinen auf dem Hof zu reparieren. „Das ist dann halt so geblieben“, sagt er. Sein Berufswunsch jedenfalls stand früh fest. Dabei ist es nicht etwa die Größe der Maschinen, die den Landmaschinenmechaniker-Meister an seiner Arbeit reizt.

Er habe schon Schlepper, also Trecker, mit 300 Pferdestärken in der Werkstatt gehabt. Klokkers macht einfach das Reparieren von Landmaschinen Spaß.

So bereitete ihm auch der praktische Teil bei den Meisterprüfungen weniger Kopfzerbrechen. Aber der Part, in dem die künftigen Meister mit der Buchführung eines Betriebs vertraut gemacht werden – „der war wohl schwer“, sagt der heute 22-Jährige.

Um für die Prüfungen zu pauken, hatten sich in seiner Meisterklasse extra Lerngruppen gebildet. „Wir haben auch des Öfteren einen Klassenraum reserviert, um in Ruhe lernen zu können“, berichtet der Niedersachse. Er lobt den guten Zusammenhalt, den es in seiner Klasse gegeben hat. Das sei im Laufe der Kurse immer besser geworden. Klokkers hatte keine Probleme damit, dass er der jüngste aller Meisteranwärter war. „Klar, ich hatte nicht so viel Berufserfahrung wie die anderen.“ Doch das hat er mit Engagement wettmachen können. Außerdem haben sich die Meister in spe gegenseitig geholfen.

Jeroen Klokkers arbeitet jetzt wieder in seinem ehemaligen Ausbildungsbetrieb im niedersächsischen Itterbeck, in dem die Landwirte der Region ihre Maschinen reparieren lassen. Er will jetzt erst mal Berufserfahrung sammeln. Obwohl er mit seinem Meistertitel nun ein ganz anderen Status im Unternehmen hat.

Von Ute Sommer

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