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Gutes Brot will Weile haben

Meister des Handwerks Gutes Brot will Weile haben

Bäckermeister Maik Loch ist ein Anhänger des Slow Baking. Wer Lebensmittel herstelle, erfülle eine sehr wichtige Aufgabe, sagt er.

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Maik Loch arbeitet gern mit guten Zutaten und traditionellen Rezepten.

Quelle: Foto: Julian Stähle

Falkensee. Manche Dinge brauchen ihre Zeit. Die sollte man ihnen auch lassen, findet Bäckermeister Maik Loch. Der 28-Jährige, der im Bio-Backhaus Falkensee (Havelland) arbeitet und jetzt als bester Meister seines Gewerks ausgezeichnet wurde, ist Anhänger des Slow Baking. Damit ist eine Rückbesinnung auf alte Herstellungsweisen gemeint, die natürliche Rohstoffe nutzen und auf Backbeschleuniger sowie industriell zubereitete Mischungen möglichst verzichten.

„Ich wollte schon immer gerne mit Lebensmitteln arbeiten“, sagt Maik Loch, der aus Lauchhammer (Oberspreewald-Lausitz) stammt und im benachbarten Frauendorf seine Ausbildung gemacht hat. Essen muss jeder. Wer Lebensmittel herstellt, erfüllt daher eine sehr wichtige Aufgabe, so Loch. Das hat er besonders im Bio-Backhaus Falkensee erlebt, wo noch sehr viel von Hand gemacht wird und ausschließlich ökologisch erzeugte Rohstoffe eingesetzt werden. Am Anfang hatte ihn der Zufall zu dem Biobetrieb geführt, der von Falkensee aus acht Verkaufsfilialen in Berlin und Potsdam beliefert. Inzwischen achtet Maik Loch insgesamt darauf, auch selbst überwiegend Bio-Produkte zu kaufen. Qualität und bewusste Ernährung sind ihm wichtig. „Man fängt an, danach zu leben“, sagt er.

Seine Eltern und seine Freundin waren es, die ihn auf den Gedanken brachten, sich mit der Meisterausbildung Aufstiegsmöglichkeiten zu schaffen. Als Bäckermeister hat er jetzt eine höhere Verantwortung, ist als Teamleiter für fünf bis sechs Leute zuständig. Im Bio-Backhaus will er bleiben – zumindest für die nächste Zeit.

In der Meisterprüfung musste Maik Loch alle Arten von Gebäck fertigen: Brote, Flechtgebäck, Hefekuchen, Blätter- und Plunderteig. Höhepunkt war eine Sahnetorte mit einer Marzipan-Dekoration, die den kleinen Maulwurf aus der tschechischen Zeichentrickserie darstellte – komplett selbst gestaltet. Vom Meister-Gebäck konnten Nachbarn, Freunde und Verwandte tagelang zehren.

Am meisten freut sich Maik Loch, wenn er Menschen mit seinen Kreationen glücklich machen kann – eine Erfahrung, die er gern weitergeben will. Vor den Arbeitszeiten brauche sich niemand zu fürchten. „Da gewöhnt man sich dran“, sagt er. Er selbst ist im Bio-Backhaus für die Frühschicht eingeteilt, die ganz human um 7 Uhr beginnt.

Von Ulrich Nettelstroth

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