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Im Boxenteam von David Coulthard

Meister des Handwerks 2015 Im Boxenteam von David Coulthard

Kfz-Technikermeister Stephan Piskol war fast zwei Jahre lang mit der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft DTM unterwegs. Er weiß: Im Kfz-Gewerbe ist sehr viel möglich.

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Im Kfz-Gewerbe ist vieles möglich, sagt Stephan Piskol.

Quelle: Foto: Julian Stähle

Ludwigsfelde. Dieses Erlebnis wird Stephan Piskol so schnell nicht vergessen. Fast zwei Jahre war der Kfz-Mechatroniker für das Team Mücke Motorsport in der Deutschen Tourenwagen-Meisterschaft DTM unterwegs. Er hat da sogar beim ehemaligen Formel-1-Fahrer David Coulthard die Reifen gewechselt. „Wenn das Auto beim Boxenstopp mit 80 Sachen auf dich zugerast kommt und erst kurz vor dir stehen bleibt“ – das ist Adrenalin pur.

Piskol, der in Neuruppin geboren wurde, erinnert sich gern an die DTM-Zeit. Ständig auf Tour, „in Spanien, England oder sonst wo“, wie er erzählt. „Das war schon ne coole Zeit.“ Der 31-Jährige ärgert sich, wenn er Sprüche hört wie: „Kfz-Gewerbe – da ist doch nichts zu holen“. Piskols Antwort: „Da ist so viel möglich.“ Gerade hat er seinen Meister gemacht – mit dem besten Abschluss in seinem Gewerk. Und er will weiterkommen. Vielleicht noch die Qualifikation zum Betriebswirt im Handwerk machen. Er peilt Führungspositionen an, möchte seine Erfahrungen als Ausbilder weitergeben.

Piskol ist mit einer gewissen Verzögerung ins Kfz-Gewerbe gekommen. Nach dem Abitur ging er zwei Jahre zur Bundeswehr und startete danach eine Lehre als Kaufmann für Finanzen und Versicherungen. Doch er merkte schnell, dass er „kein Bürostuhlakrobat“ ist, wie er lachend berichtet. Technik faszinierte ihn mehr. Als Sechsjähriger hatte er den Wecker seines Großvaters zerlegt, um zu sehen, warum er klingelt. Den Wecker hat er nie wieder zusammenbekommen – aber die Leidenschaft fürs Schrauben war geweckt. Als 22-Jähriger machte er seine Mechatroniker-Lehre.

Er arbeitete im Autohaus, im Rennsport – und jetzt wieder im Autohaus: bei Riller & Schnauck in Berlin. „Ich habe die Frau fürs Leben kennengelernt“, sagt Stephan Piskol, der in Ludwigsfelde (Teltow-Fläming) wohnt. So „supercool“ der Motorsport auch sei – jetzt stehe die Familie im Vordergrund. Im nächsten Jahr wird geheiratet. Und im Beruf ergeben sich für den Meister Piskol auch neue Herausforderungen. „Die Fahrzeuge, die jetzt auf der Straße sind, wie Hybrid- oder Elektrofahrzeuge sind vielleicht komplizierter als die in der DTM“, sagt er. Als Kfz-Techniker-Meister ist er auch bei diesen Neuerungen fit.

Von Ute Sommer

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