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Kunst auf der Motorhaube

Meister des Handwerks 2015 Kunst auf der Motorhaube

Maler und Lackierer André Buttenberg aus Potsdam beherrscht die Airbrush-Kunst perfekt. Er hat ein Stipendium für seinen Meisterkurs bekommen.

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André Buttenberg mit seinem Meisterstück.

Quelle: fotos: J. Stähle; Privat

Potsdam. Das Meisterstück des Potsdamers André Buttenberg hat ein ganz besonderes Format. „Die Weiten des Weltalls“ ist der Titel. Es ist ein Airbrush-Design für eine BMW-Motorhaube. Schwarz, mit spezieller Tiefenwirkung und dazu die Darstellung von Planeten und Sternen. Der 27-Jährige hat seinen Meister im Maler- und Lackierer-Handwerk gemacht.

Buttenberg arbeitet in einer Fahrzeuglackiererei. „Autos sind interessant“, sagt er. Außerdem habe er ein Faible für künstlerische Gestaltungen. Das war auch der Grund für seine Berufswahl. Airbrushing sei zwar nicht der Alltag eines Lackierers. Aber er habe diese Fertigkeit von der Pike auf gelernt. Inklusive der professionellen Fahrzeugvorbereitung und der Lackversiegelung.

Seine Airbrush-Kunst hat ihm sogar ein Stipendium eingebracht, das ihm den Weg zum Meister erleichterte. Als Geselle hatte er an einem Leistungswettbewerb des Handwerks im Land Brandenburg teilgenommen. Mit einer perfekt gestalteten Fahrzeugtür zum Thema Fitness belegte er den zweiten Platz und schaffte damit den Sprung in die Begabtenförderung.

„Mit dem Stipendium hätte ich mir auch einen Englischkurs finanzieren können“, erzählt Buttenberg. „Aber der Meister ist schon das Sinnvollste.“ Für die Vorbereitungskurse konnte er 90 Prozent der Gebühren über das Stipendium abrechnen. Zehn Prozent musste er selbst zahlen. Der bürokratische Aufwand habe sich dabei für ihn Grenzen gehalten, erzählt er. Die förderfähigen Rechnungen hat er eingereicht und das Geld wurde auch „relativ fix“ an ihn überwiesen. Und bei Fragen stand ihm Meik Basch von der Handwerkskammer Potsdam zur Seite.

„Es ist ein gutes Gefühl, wenn man’s geschafft hat“, sagt der Jungmeister André Buttenberg. Diese Qualifizierung ist für den Potsdamer „das höchste Gut“. Sie öffnet ihm auch die Tür zum Studium. Ihn reizt das Chemieingenieurwesen, Bereich Farbe und Lack. Ein duales Studium – das wäre einfach perfekt, meint der 27-Jährige.

Seine professionell gestaltete Motorhaube hängt übrigens bei ihm in der Garage. Ein Auto hat er derzeit nicht. Er ist meist mit dem Fahrrad unterwegs. Der Weg zur Arbeit ist nicht allzu lang. „Außerdem ist das Radfahren auch viel gesünder“, sagt Buttenberg und lacht.

Von Ute Sommer

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