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„Sie haben etwas Tolles geschafft“

Meister des Handwerks 2016 „Sie haben etwas Tolles geschafft“

Handwerkskammer Potsdam feiert mit den 190 Jungmeistern des aktuellen Jahrgangs. Eine besondere Ehrung gab es für die besten Meister ihrer Gewerke. Die Beste der Besten ist Dagmar Kühling, Friseurmeisterin aus Kremmen.

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Robert Wüst, der Präsident der Handwerkskammer Potsdam, bei seiner Festansprache.

Quelle: Friedrich Bungert

Potsdam. Robert Wüst wusste ganz genau, wie sich die Jungmeister des Jahrgangs 2016 bei ihrer großen Feier fühlen. „Ich kann mich noch gut daran erinnern, wie ich vor sieben Jahren selbst im Publikum saß“, berichtete der Präsident der Handwerkskammer Potsdam auf der Meisterfeier in der Landeshauptstadt. „Ich war Mitte 20, etwas aufgeregt und verdammt stolz darauf, meinen Handwerksmeister gemacht zu haben.“

So wie er haben in diesem Jahr 190 Jungmeister – 32 Frauen und 158 Männer – in 15 verschiedenen Gewerken erfolgreich ihre Prüfungen abgelegt. Am 19. November wurden ihnen die Meisterbriefe überreicht. „Heute stehen Sie im Mittelpunkt. Lassen Sie uns feiern“, rief Kammerpräsident Wüst dem Meisternachwuchs zu. Mehr als 600 Gäste waren bei diesem besonderen Tag im Dorint Hotel Sanssouci dabei.

„Der Meisterbrief ist die beste Kapitalanlage für Ihre persönliche Zukunft, für Ihren Betrieb und für unser Land Brandenburg“, betonte Ministerpräsident Dietmar Woidke (SPD) in seiner Festansprache. Er sieht im Handwerk nicht nur die „Wirtschaftsmacht von nebenan“, sondern schlicht „die“ Wirtschaftsmacht in Brandenburg. Schließlich wurde in diesem Jahr rund ein Viertel der betrieblichen Ausbildungsverträge im Land mit Handwerksbetrieben geschlossen.

Die besten Meister ihrer Gewerke

Bäcker:

Dirk Öllerich, Grömitz
(Schleswig-Holstein)

Dachdecker:

Sven Marquardt, Eberswalde (Barnim)

Elektrotechniker:

Ronny Henschke, Brieselang (Havelland)

Fotografen:

Anna Duchow, Potsdam

Friseure:

Dagmar Kühling, Kremmen (Oberhavel)

Installateure/Heizungsbauer:

Dirk Schulze, Annaburg
(Sachsen-Anhalt)

Konditoren:

Maren Thobaben, Hamburg

Kfz-Techniker:

Michael Malze, Potsdam

Landmaschinenmechaniker:

Tobias Schmeink, Brakel (Nordrhein-Westfalen)

Maler- und Lackierer:

Patrick Schmidt, Werder (Havel)
(Potsdam-Mittelmark)

Metallbauer: Christian Schütte, Milower Land (Havelland)

Dass Ministerpräsident Woidke zur Meisterfeier gekommen sei, zeige, „welch hohen Stellenwert das Handwerk im Land hat“, sagte der Kammerpräsident. Auch der Meistertitel genießt ein hohes Ansehen. Wüst: „Er ist ein Aushängeschild für Kunden, Partner oder Arbeitgeber.“ Den Jungmeistern gab er mit auf den Weg: „Das, was Sie können, kann nicht jeder.“ Sie seien nun Meister ihres Fachs. „Zeigen Sie es!“

Einen großen Auftritt auf der Bühne bekamen die elf besten Absolventen ihrer Gewerke. (siehe Infokasten). Über alle Gewerke hinweg das beste Ergebnis erzielte die Friseurmeisterin Dagmar Kühling aus Kremmen (Oberhavel). „Das ist unglaublich. Ich kann’s gar nicht fassen. Das hätte ich nie erwartet“, freute sich Dagmar Kühling. Sie bedankte sich bei ihrer Familie, die während der Meisterkurse so sehr geholfen habe. Selbst ihr Kind habe sie unterstützt. Legendär ist der Satz: „Mama, ich geh spielen, du kannst in Ruhe lernen.“ Das könnte in der nächsten Zeit vielleicht noch einmal passieren. Denn als Jahrgangsbeste erhielt Dagmar Kühling den mit 5000 Euro dotierten Förderpreis der Handwerkskammer Potsdam. Damit kann sich die Meisterin zur „Geprüften Betriebswirtin nach HWO“ qualifizieren.

„Sie haben etwas Tolles geschafft. Sie haben sich durchgekämpft, Leistungsbereitschaft gezeigt und ihr Leben einem wichtigen Ziel untergeordnet“, lobte Ralph Bührig, Hauptgeschäftsführer der Potsdamer Kammer, die Jungmeister. Die Anstrengungen würden mit dem Tag der Meisterfeier belohnt, so Präsident Robert Wüst. „Sie haben damit nicht nur für Ihre persönliche Karriereleiter einen Meilenstein erreicht. Sie haben auch einen wesentlichen Beitrag für das Handwerk geleistet“, betonte der Metallbauermeister, der in Pritzwalk (Prignitz) einen Familienbetrieb führt. Die Jungmeister stehen Wüst zufolge für die Entwicklung ihres Berufsstandes ein. „Sie machen sich mutig selbstständig, Sie bilden junge Menschen aus, Sie gehören als angestellte Fachkraft in Ihren Betrieben zu den l.eistungsspitzen“, so Wüst weiter.

Das Handwerk mit seinen guten Konjunkturdaten biete „alle positiven Zukunftsaussichten für den beruflichen Weg“, sagte Hauptgeschäftsführer Bührig. Die Wirtschaftslage ist besser als je zuvor. Die Handwerksbetriebe in Westbrandenburg haben laut aktueller Umfrage Aufträge für durchschnittlich acht Wochen im Voraus.

Von Ute Sommer

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