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Vor 25 Jahren gestartet

Meister des Handwerks 2015 Vor 25 Jahren gestartet

Mit dem Verkauf von Gebrauchtwagen ging es los – inzwischen ist das Ford Autohaus H & H in Premnitz der Platzhirsch. Das Unternehmen hat 51 Beschäftigte.

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Firmenchef Sven Helterhoff vor einem Ford Mondeo Hybrid.

Quelle: fotos: Ulrich Nettelstroth; Privat

Premnitz. In Premnitz (Havelland) ist das Ford Autohaus H & H GmbH der Platzhirsch. Seit 25 Jahren auf dem Markt, ist der Vertragshändler mit 51 Beschäftigten und 26 Millionen Euro Jahresumsatz fest etabliert. Im September wurde das Jubiläum mit Kunden und ausgewählten Gästen groß gefeiert.

Der Anfang war nicht ganz leicht, erinnert sich Sven Helterhoff, der das Unternehmen zusammen mit seinem Teilhaber Jens Herrmann gegründet hat. „Wir hatten damals ja kein Startkapital und niemanden, der uns etwas leihen konnte“, sagt der 46-Jährige. Die Banken waren deshalb auch mit Krediten zurückhaltend. Und so ging es zunächst einmal ganz klein los, mit dem Verkauf von Gebrauchtfahrzeugen, welche die beiden jungen Männern selbst aus Westdeutschland geholt hatten. 1991 kam die erste eigene Werkstatt, zwei Jahre später wurde am heutigen Standort in Premnitz das Gebäude einer alten Lackiererei bezogen.

In seiner Ausbildung zum Kfz-Mechaniker hat Helterhoff noch gelernt, Trabants, Wartburgs und Ladas zu reparieren. Aber so unterschiedlich waren die Motoren westlicher Bauart nicht. „Nur die Einspritzer-Technik kannten wir noch nicht“, erzählt er. Seinen Meister hat Helterhoff 1993 gemacht. „Für mich waren in der Meisterausbildung vor allem Themen wie Buchhaltung und Mitarbeiterführung wichtig, die Praxis hatten wir ja hier im Betrieb“, sagt er. Noch einmal ein Jahr später wurde die Firma H & H ein Ford-Autohaus und konnte auch Neuwagen verkaufen. Schritt für Schritt erweiterten die beiden Eigentümer ihren Betrieb zu seiner heutigen Größe, mit Neu- und Gebrauchtwagenverkauf, typenoffener Werkstatt, Waschanlage, Reifenservice und Unfallinstandsetzung. Vier Lehrlinge bildet das Unternehmen derzeit aus.

Rückblickend ist sich Sven Helterhoff allerdings nicht mehr so sicher, ob er die Strapazen noch einmal auf sich nehmen würde, ein solches Unternehmen ohne Eigenkapital aufzubauen. „Wir wussten damals ja nicht, wie viel Arbeit das bedeutet“, sagt der Vater zweier kleiner Kinder. Früher hat er noch jeden Samstag gearbeitet und am Sonntagvormittag oft noch Rechnungen bearbeitet. Inzwischen ist sein Arbeitsleben geregelter und zumindest der Sonntag frei.

Zum Firmenjubiläum haben Helterhoff und Herrmann zu Spenden für den örtlichen Sportverein TSV Chemie Premnitz aufgerufen. Eine stolze Summe von 2000 Euro ist zusammengekommen. „Sport ist das beste Fundament, um ein engagierter junger Mensch zu werden“, erklärt Sven Helterhoff. Und solche Leute werden gebraucht, da ist er sich sicher.

Von Ulrich Nettelstroth

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