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Bestens aufgestellt

Clusterwochen in Brandenburg: Der Vorstand des Geoforschungszentrums Potsdam, Reinhard Hüttl, über die Perspektiven der Energiewende Bestens aufgestellt

Die Herausforderungen, die von der Energiewende an technische Systeme in Brandenburg gestellt werden, sind exemplarisch für ganz Deutschland. Daraus entwickeln sich Chancen für die Region, sagt der Sprecher des Clusters Energietechnik und Vorstand des Geoforschungszentrums in Potsdam, Reinhard Hüttl.

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Der Sprecher des Clusters Energietechnik Reinhard Hüttl.
 

Quelle: WFBB

Potsdam. Brandenburg und Berlin werden als Modellregion der Energiewende bezeichnet. Warum?

Das hier gegebene Miteinander peripherer Regionen und urbaner Zentren stellt Herausforderungen an die Energieversorgung und beteiligte Systeme, die exemplarisch sind. Das betrifft alle Felder der Energiewende: den Ausbau der erneuerbaren Energien, wo Brandenburg führend in Deutschland ist, die Energieeffizienz, also etwa Einsparungspotenziale, und ein wenig auch den Kernenergieausstieg. Hinzu kommt der Strukturwandel in der Braunkohle.

Wo zeigt sich das besonders?

Es gibt zahlreiche Forschungseinrichtungen und Unternehmen, die sich mit dem erforderlichen ständigen Wechsel von zentralen zu dezentralen Strukturen und umgekehrt befassen. Hinzu treten Kompetenzen bei der Nutzung von Biomasse, also Mais, Holz, kompostierbare Abfälle und Ähnliches, die fast zwei Drittel der produzierten erneuerbaren Energien ausmacht, sowie der Wind- und Solarenergie. Alleinstellungsmerkmale haben wir bei der Energiegewinnung aus geologischen Strukturen, also Geothermie und deren Nutzung als Wärmedepot. Auch bezüglich der wichtiger werdenden Speicherung überschüssig produzierter erneuerbarer Energien etwa durch die Umwandlung in Wasserstoff, der letztendlich wie Erdgas genutzt werden kann, gibt es beachtliche Kapazitäten.

Und die wirtschaftlichen Erfolge?

Bei der Umsetzung von Forschung in technologische und markttaugliche Anwendungen sind wir sehr gut aufgestellt. Zudem warten aber erhebliche Potenziale. Denken wir etwa an die nötigen Trassen zum Transport erneuerbarer Energien von Nord nach Süd und intelligente Netze, „Smart-Grids“, die für die zunehmende Zahl von Energie-Einspeisepunkten nötig sind.

Kann die Region auch Vorreiter bei der Elektromobilität sein?

Wir sind ja eines von vier Schaufenstern für Elektromobilität bundesweit. In der Wertschöpfungskette klafft eine Lücke bei der Zellproduktion für Batterien. Dies könnte ein Wirkungsfeld sein.

 
 

Von Gerald Dietz

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