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Licht als Zeichen der Trauer

Im Gedenkmonat November erfahren Friedhöfe eine besondere Aufmerksamkeit Licht als Zeichen der Trauer

Mit fallenden Blättern und kahlen Bäumen erinnert die Natur jetzt an die Vergänglichkeit des Lebens. Im November rückt deshalb die Erinnerung an die Verstorbenen besonders ins Blickfeld. Viele Menschen stellen aus diesem Anlass Lichter auf die Gräber oder kümmern sich um eine Neugestaltung der Grabstelle.

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Bereits in der Antike war es Brauch, mit Lichtern an die Toten zu erinnern.

Quelle: dpa

Potsdam. Allerheiligen, Buß- und Bettag, Volkstrauertag und Totensonntag – der November ist traditionell der Monat, der dem Gedenken an die Toten gewidmet ist. Der Herbst erinnert mit fallenden Blättern und kahlen Bäumen an die Vergänglichkeit des Lebens. Nebelschwaden, Raureif und die frühe Dunkelheit künden vom baldigen Winter.

Nicht nur die Gräber von erst kürzlich verstorbenen Menschen erhalten jetzt eine große Aufmerksamkeit. Auch Ruhestätten, die bereits seit vielen Jahren oder Jahrzehnten bestehen, werden im Herbst in besonderer Weise gepflegt. Das ist ein guter Anlass, sich die Verstorbenen wieder ins Gedächtnis zu rufen.

Ein schönes Zeichen der Erinnerung ist es, ein Licht auf das Grab zu stellen. Diese Tradition ist bereits aus der Antike bezeugt. Es heißt, das Grablicht solle den Toten den Weg in die nächste Welt leuchten. In der christlichen Tradition gilt das Licht als Symbol für das Leben und die Auferstehung.

Im November gibt es auch bei der Grabgestaltung einiges zu tun. Für Stauden und manche Gehölze ist jetzt ein Winterschutz notwendig. Dazu eignen sich Torf, Rindenhumus oder abgeschnittene Zweige von Nadelbäumen. Für viele Gehölze ist jetzt auch die passende Pflanzzeit. Der November kann somit genutzt werden, die Bepflanzung der Grabstelle zu verändern oder zu ergänzen.

Für die Grabgestaltung im Winter können zum Beispiel Heidepflanzen gewählt werden, die dicht am Boden wachsen und sehr widerstandsfähig sind. Als Winterblüher eignen sich etwa Erica gracillis oder Calluna. Frosthart sind auch viele Spindelsträucher. Ein besonderer Blickfänger ist der Winterschneeball. Der Strauch, der im Sommer grün ist, bildet in der kalten Jahreszeit hübsche, kleine, meist rosafarbene Blüten. Manchmal trägt er sie sogar den ganzen Winter über. Später werden kleine, dunkelblaue Früchte gebildet.

Neben Kränzen und Gestecken mit Tannen- und Koniferengrün, Zapfen und getrockneten Fruchtständen gehören auch wechselnde Frischblumen zur Grabgestaltung im Spätherbst und Winter. Beliebt sind zum Beispiel Rosen auf Tannen- oder Stechpalmzweigen.

Von Ulrich Nettelstroth

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