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Moderne Öfen sind ein Plus fürs Klima

Bauen und Wohnen Moderne Öfen sind ein Plus fürs Klima

Laut Umweltbundesamt können neue und gut gewartete Öfen eine schadstoffarme und klimafreundliche Wärmequelle sein. Viele alte Heizgeräte aber sind gefährliche Dreckschleudern, die jede Menge Feinstaub, Kohlenmonoxid und Methan ausstoßen. Umweltbewusste Ofen-Benutzer müssen ein paar Regeln beachten.

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Auf die Emissionswerte kommt es an.

Quelle: epr/Traumöfen

Potsdam. Die Flammen flacken und die Holzscheite im Kaminofen knistern heimelig: Ein Holzfeuer verbreitet wohlige Wärme. Aber ist es auch umweltfreundlich? Schließlich entstehen bei der Verbrennung neben klimaschädlichem Kohlendioxid eine Reihe von weiteren Schadstoffen.

Untersuchungen zeigen, dass unter bestimmten Voraussetzungen das Heizen mit dem nachwachsenden Rohstoff Holz klimaneutral und schadstoffarm erfolgen kann. Voraussetzung ist aber, dass ein neues oder nachgerüstetes Heizgerät benutzt wird und keine alte Dreckschleuder. Schlecht gewartete Kaminöfen können in Bezug auf die Feinstaub-Belastung der Umgebung schädlicher sein als Dieselmotoren. Ein durchschnittlicher älterer Kaminofen emittiert laut Umweltbundesamt etwa 500 Milligramm Staub pro Stunde. Das entspricht der Belastung durch 100 Kilometer Autofahrt. Im Einzelfall können die Werte sogar noch größer sein. Eingeatmete Feinstaubpartikel können zu Bronchitis oder Asthma führen und stehen in Verdacht, Krebs auszulösen.

Neben der Auswahl eines effizienten und emissionsarmen Ofens kommt es auch auf eine sachgemäße Bedienung an. Wenn alles perfekt läuft, entsteht bei der Verbrennung nur CO 2, Asche und Wasser. Das Kohlendioxid wirkt klimaschädlich, wenn mehr Holz verbrannt wird, als nachwächst. Wird Holz aus nachhaltiger Waldwirtschaft verwendet, wird dadurch der CO 2-Anteil in der Atmosphäre nicht erhöht.

Der Benutzer des Ofens muss ein paar Regeln beherzigen. Der Brennstoff muss zum Beispiel trocken sein. Das Umweltbundesamt warnt, dass bei unvollständiger Verbrennung giftiges Kohlenmonoxid und klimaschädliches Methangas entstehen kann, das 21-mal stärker zur Erderwärmung beiträgt als die gleiche Menge Kohlendioxid. In der Praxis können auch schädliche Stickstoff- und Schwefeloxide oder Salzsäure entstehen. Folgende Tipps sind zu beachten.

Lagerzeit: Frisch geschlagenes Holz muss mindestens zwei Jahre lagern. Dann erst ist die Feuchtigkeit vollständig entwichen. Beim Einkauf von Brennholz kann der Händler seinen Kunden Auskunft über die Lagerzeit geben.

Anzünden: Großes Scheitholz wird am besten längs und quer gestapelt, obenauf kommen dann dünn gespaltene Hölzchen, um das Feuer zu starten. Der Kamin darf nicht überladen werden.

Nachlegen: Das Holz sollte möglichst sparsam verwendet werden. Das heißt, dass neue Scheite immer erst nachgelegt werden, wenn die Flamme fast ganz heruntergebrannt ist.

Von Ulrich Nettelstroth

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