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Aktuelles Was Autofahrer zu den Dieselprämien wissen müssen
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16:37 09.10.2018
Beim Umtausch eines Euro-4- oder Euro-5-Diesels sind Prämien bis zu 10.000 Euro möglich. Im Einzelfall kann es sich aber auch lohnen, das Auto vor einem Neukauf zu verkaufen. Quelle: Hendrik Schmidt
Berlin

Die Rechnung klingt einfach: Wer seinen alten Diesel mit der Abgasnorm Euro 4 oder 5 abgibt und dafür ein moderneres Fahrzeug - neu oder gebraucht - kauft oder least, bekommt von Herstellern eine Prämie. So sieht es das Diesel-Konzept der Bundesregierung vor.

Aber geht die Rechnung für Autofahrer auf? Der Auto Club Europa (ACE) rät betroffenen Dieselfahrern, die Umtauschprämien der Hersteller nicht vorschnell zu nutzen und die Angebote penibel zu vergleichen. Wichtige Fragen und Antworten im Überblick:

Für wen sind die Umtauschprämien sinnvoll?

"Die Umtauschprämien sind für jene Dieselbesitzer interessant, die sich ein neues Auto kaufen wollen, weil sie es regelmäßig benötigen und es sich leisten können", sagt ACE-Experte Marcel Mühlich. Einige Hersteller bieten etwa im Tausch gegen einen Euro-4- oder Euro-5-Diesel Nachlässe von bis zu 10.000 Euro. "Bei Kaufabsicht bietet sich somit ein Sparpotenzial", so Mühlich. Nicht zu vernachlässigen sei allerdings der Restwert des eigenen Autos.

So gelte es zunächst zu prüfen, ob es sich im individuellen Fall lohne, die Umtauschprämie zuzüglich des gegebenenfalls gewährten Restwertausgleichs durch den Hersteller wahrzunehmen. "Im Einzelfall kann es sich auch lohnen, das eigene Auto vor einem Neukauf stattdessen zu verkaufen", erklärt Mühlich. Denn auch bei einem Neukauf ohne Umtausch können Kunden versuchen, Rabatte bei Händlern und Online-Vermittlern zu bekommen.

Müssen Autofahrer bei Interesse schnell handeln?

Zuerst gelte es, sich gut zu informieren, dann erst zu handeln. Ob und inwiefern die Prämien und Rabatte für Besitzer älterer Diesel zeitlich befristet sind, sei herstellerabhängig. Manche Marken befristen ihre Aktionen, andere nicht, so der ACE. Er rät Interessierten, sich am besten direkt bei den Autobauern über Angebote und deren Laufzeiten zu informieren.

Was tun Fahrer, die sich kein neues Auto leisten wollen oder können?

Hier sollten die Autofahrer die Möglichkeit einer technischen Nachrüstung ins Auge fassen, rät der Autoclub. Es fehle zwar bisher die Zustimmung der Autohersteller, die Kosten für den Umbau zu tragen. "Doch ist der Druck seitens Bund, Kommunen, Umwelt- und Verbraucherschutz sowie Autoclubs inzwischen so hoch, dass sich ein Abwarten voraussichtlich bezahlt machen wird", schätzt Mühlich.

Wie kann ich verlässlich den Restwert meines Autos ermitteln?

Die beste Anlaufstelle, um den Restwert zu bestimmen, seien Online-Fahrzeugbörsen. Dort lässt sich mit der Suche nach ähnlichen Modellen ein erster Anhaltspunkt für den Wert des eigenen Wagens finden, so der ACE. "Am besten wird die Suche auf die eigene Region beschränkt, denn Gebrauchtwagenpreise variieren deutschlandweit stark, auch abhängig davon, ob das Auto in einer Region verkauft werden soll, wo Fahrverbote drohen", erläutert Mühlich.

Bei gängigen Modellen lohne auch ein Blick in die lokale Tageszeitung oder ein Anzeigenblatt. Auch sinnvoll: die Anfrage bei einem Autohändler. "Ein alter Diesel mit vermutlich geringem Wert dürfte allerdings höchstens für kleine freie Händler oder Exporteure noch interessant sein", gibt Mühlich zu bedenken. Vertragsbetriebe und größere Händler ließen vermutlich nur mit sich reden, wenn Kunden gleichzeitig ein anderes Auto kaufen. Einige Hersteller bieten im Rahmen der Umtausch-Aktionen auch einen Wertausgleich für das alte Auto. Bei VW etwa wird die Prämie auf den Restwert des Fahrzeugs aufgeschlagen, wie der Autobauer mitteilt.

dpa

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