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Familie Bestens informiert und total ahnungslos
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08:42 22.03.2018
Mein Baby, das unbekannte Wesen.  Quelle: dpa
Potsdam

 In Erwin Schrödingers weltberühmtem Gedankenexperiment ist nach den Regeln der Quantenmechanik eine Katze gleichzeitig tot und lebendig. Klingt kompliziert, aber in der Schwangerschaft habe ich ganz schnell verstanden, was der Physiker meinte: Ich war Schrödingers Schwangere. Gleichzeitig bestens informiert und total ahnungslos.

Die Phasen der Geburt konnte ich ebenso im Schlaf herbeten wie die perfekte Zusammensetzung von Brei im ersten Lebensjahr. Aber ich hatte noch nie ein Baby gewickelt, hatte keine Ahnung von echten Kindern.

Baby-ABC für junge Eltern

Schwangerschaft, Geburt und Babyflitterwochen: In der MAZ-Multimedia-Story erzählt eine Potsdamerin, wie der glückliche Start ins Leben gelingt.

Im Geburtsvorbereitungskurs konnten wir das üben. Vier Paare, die auf dem Boden sitzen und versuchen, Babypuppen in Zellstoff zu hüllen. Bei meiner Übungswindel reißt der Klettverschluss ab. Als ich versuche, dem Babymodell einen Body anzuziehen, stehe ich vor dem unüberwindbaren Problem, dass die Puppe Arme hat. Weiche, biegsame Arme.

Ich ahne, dass mein Kind weniger flexibel sein wird, seine kleinen Arme und Beine werden sich nicht einfach so in die dafür vorgesehen Öffnungen in der Kleidung schieben. Mein Mann bettet sanft den Kopf unseres aus Holz und Stoff bestehenden Übungskindes in seine Hände, setzt ihm behutsam eine Mütze auf. Wenigstens einer von uns weiß, was er tut.

Vier Tage nach der Geburt unseres Sohnes muss mein Mann uns dann für einige Stunden allein lassen. Und das Wickeln klappt, genau wie das Umziehen. Zwar sind die Hosen unserem Kind noch ein wenig zu groß, aber da wird es hineinwachsen. Genau wie ich in die Herausforderungen des Alltags mit ihm.

MAZ-Serie „Das verflixte erste Jahr“

Lesen Sie hier alle bisher erschienenen Folgen des Baby-Blogs-

– Folge 1: Ratschlag gefällig? Nein, danke!

– Folge 2: Windelkarton oder Ikea-Tüte?

– Folge 3: Papa kann auch stillen

– Folge 4: Himmel, diese Listen!

Von Saskia Kirf

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