Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Gesundheit Expertin gibt Tipps gegen Rosazea
Mehr Gesundheit Expertin gibt Tipps gegen Rosazea
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
09:52 25.12.2017
Dr. Sylke Schneider-Burrus ist Leiterin des Zentrums für Dermatochirurgie in der Havelklinik der Artemed Gruppe in Berlin. Quelle: Havelklinik Berlin/dpa-tmn
Anzeige
Berlin

Meist fängt es harmlos an, mit ein paar roten Stellen im Gesicht. Irgendwann bleibt die Röte um die Nase herum. Spätestens dann lautet die Diagnose häufig: Rosazea.

"Rosazea ist eine Volkskrankheit", sagt Sylke Schneider-Burrus, Chefärztin des Zentrums für Venen- und Dermatochirurgie in der Havelklinik Berlin. Sie erklärt, woher die Erkrankung rührt, was Betroffene tun können und warum die "Säufernase" nicht unbedingt ein Zeichen von zu viel Alkoholkonsum ist, denn Rosazea ist eine Entzündung der Haut.

Sie ist chronisch - das heißt, sie verschwindet nicht nach einer Zeit wieder. Betroffen sind die Wangen, die Nase, das Kinn oder die Stirn. "Es beginnt meist mit flüchtigen Rötungen", sagt Schneider-Burrus. "Irgendwann bleibt die Haut gerötet, hinzu kommen Papeln und Pusteln." Für den Laien sehe das manchmal so aus wie Akne. "Die klassische Aknezeit ist aber vorbei, wenn die Menschen das bekommen." Meist beginnt Rosazea im Alter zwischen 30 und 40.

Während die Erkrankung bei Frauen häufig im zweiten Stadium verbleibt, entwickeln Männer manchmal ein Rhinophym - im Volksmund "Säufernase" genannt. Die Talgdrüsen an der Nase vermehren sich, es kommt zur Bildung von zusätzlichem Gewebe.

Wer verhindern möchte, dass eine beginnende Rosazea immer weiter fortschreitet, sollte zum Hautarzt gehen. Der erkennt schnell, ob es sich um die chronische Erkrankung handelt. "Theoretisch gibt es viele Gründe für rote Stellen im Gesicht", sagt Schneider-Burrus. Daher ist die Diagnose wichtig. Der Arzt verschreibt dann in der Regel eine Creme mit Antibiotika und Entzündungshemmern, die dauerhaft angewendet werden muss.

Noch viel wichtiger ist aber, den eigenen Lebensstil anzupassen, betont die Expertin: "Das Wichtigste ist der Schutz vor Sonnenlicht." Betroffene sollten ganzjährig Sonnecreme mit Lichtschutzfaktor 50 verwenden und ihr Gesicht nie direkter Sonne aussetzen. Außerdem gilt es herauszufinden, was die Rosazea verstärkt. "Bei vielen ist es Alkohol, weil dieser die Gefäße weit stellt, so dass das Gesicht noch mehr durchblutet wird." Häufig reagieren Patienten auch auf scharfe Speisen und auf sehr heiße oder sehr kalte Getränke.

"Was immer die Röte im Gesicht verstärkt, sollte man unbedingt weglassen", sagt Schneider-Burrus. Das sei genauso wichtig wie eine konsequente medikamentöse Behandlung.

Bei Männern mit Rhinophym kommt auch eine kosmetische Korrektur infrage. Dabei entfernt der Arzt mit einem Laser oder Skalpell das überschüssige Gewebe. "Man bringt die Nase wieder in die ursprüngliche Form zurück." Da dies häufig medizinisch notwendig ist, bezahlen es die Kassen in vielen Fällen.

Wie genau Rosazea entsteht, ist noch nicht ganz geklärt. Vermutet wird eine genetische Veranlagung. Verstärkt wird die Erkrankung aber wahrscheinlich unter anderem durch ultraviolette Strahlung. Wer sein Gesicht konsequent vor Sonne schützt, beugt der Entstehung einer Rosazea also womöglich ein Stück weit vor.

dpa

Ein Schnaps fördert die Verdauung, sagt man. Doch so sinnvoll ist der gar nicht. Bewegung ist viel hilfreicher bei einem vollen Magen.

22.12.2017

Es ist ein weiterer wichtiger Schritt: Nach zwei Gentherapien gegen Krebs ist in den USA nun erstmals eine gegen ein Augenleiden zugelassen worden. Eine Genehmigung in Europa soll folgen.

21.12.2017

Sachsen-Anhalt kennt sehr lange Wege bis zum nächsten Krankenhaus. Ist schnelle und spezialisierte Hilfe nötig, kann das ein Problem sein. Neue technische Möglichkeiten sollen Wege überbrücken.

21.12.2017
Anzeige