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Gesundheit Mehr als 20 000 Babys jährlich nach künstlicher Befruchtung
Mehr Gesundheit Mehr als 20 000 Babys jährlich nach künstlicher Befruchtung
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10:06 14.12.2017
In Deutschland wurden mehr Babys geboren. Dazu trugen auch die Kinderwunschbehandlungen bei. Quelle: Waltraud Grubitzsch/dpa-Zentralbild/dpa
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München

Die Zahl der Geburten nach einer künstlichen Befruchtung steigt in Deutschland steil an. Erstmals wurden 2015 mehr als 20 000 Kinder nach einer entsprechenden Behandlung geboren.

2011 waren es noch rund 7000, wie das

Deutsche IVF-Register auf dem Kongress des Dachverbands Reproduktionsbiologie und -medizin (DVR) in München berichtete.

Die Daten zeigen, dass die Ärzte ihre Erfolgsquote deutlich verbessern konnten - die Zahl der Kinderwunsch-Behandlungen an sich stieg im gleichen Zeitraum nur von 53 000 auf 65 000.

Die Chancen auf ein Kind nach einer künstlichen Befruchtung hängen stark vom Alter der Mutter ab. Bei einer 35-jährigen Frau lagen sie bei 27 Prozent pro Behandlung, bei einer 40-jährigen bei 15 Prozent und bei einer 44-jährigen nur noch bei gut drei Prozent.

Zwar steigt die Chance auf eine Schwangerschaft, wenn zwei oder gar drei Embryonen in die Gebärmutter übertragen werden. Zugleich erhöht sich aber das Risiko einer Mehrlingsschwangerschaft und damit von Komplikationen in der Schwangerschaft.

Mediziner fordern deshalb neue gesetzliche Regelungen. Es wäre sinnvoll, den Frauen nach einer Hormonbehandlung so viele Eizellen wie möglich zu entnehmen, diese einzufrieren und dann jeweils nur eine Eizelle für einen Schwangerschaftsversuch einzusetzen. Das Embryonenschutzgesetz verbiete aber generell die regelhafte Erzeugung überzähliger Embryonen.

Die Kinderwunschbehandlungen trugen mit zum Anstieg der Geburten in Deutschland bei. Die Zahl der Neugeborenen stieg nach

Angaben des Statistischen Bundesamtes zwischen 2011 und 2015 um etwa 75 000 auf rund 738 000.

Das Bundesamt nennt als Gründe für den Anstieg die geburtenstarken Jahrgänge der 1970er und Anfang der 1980er-Jahre geborenen Frauen, die spät Familie gründeten. Als weiteren Grund führt das Amt die Zuwanderung an.

dpa

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