Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Gesundheit Weißdorn ist Arzneipflanze des Jahres 2019
Mehr Gesundheit Weißdorn ist Arzneipflanze des Jahres 2019
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
10:34 27.09.2018
Der Weißdorn ist zur Arzneipflanze des Jahres 2019 gewählt worden. Die Pflanze wird vor allem gegen Herz- und Kreislaufschwäche eingesetzt. Quelle: Tim Brakemeier
Würzburg

Der Weißdorn ist die Arzneipflanze des Jahres 2019. Die Pflanze aus der Familie der Rosengewächse werde seit vielen Jahrhunderten vor allem gegen Herz- und Kreislaufschwäche eingesetzt, sagte Tobias Niedenthal vom Studienkreis Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde in Würzburg.

Viele Studien hätten bestätigt, dass die Pflanze eine Wirkung auf das Herz habe. "Der größte Vorteil ist, dass Nebenwirkungen fast nicht vorhanden und Wechselwirkungen mit anderen Medikamenten nicht bekannt sind."

Seit 2016 ist der Weißdorn (Crataegus) auch aufgrund der Unbedenklichkeit und der guten Verträglichkeit des Wirkstoffs von der deutschen Zulassungsbehörde als traditionelles pflanzliches Arzneimittel eingestuft. Weißdorn sei damit das einzige bekannte mild wirkende pflanzliche Mittel gegen Herzschwäche.

Für die heilende Wirkung werden Blätter und Blüten genutzt und deren Wirkstoffe industriell extrahiert. Das könne man zwar auch selbst daheim machen, dann sei aber die Wirkung nicht garantiert, so Arzneimittel-Experte Niedenthal.

Von Weißdorn gibt es mehreren Hundert Arten weltweit. Zwei in Mitteleuropa wachsende Varianten sind als Grundlage für das pflanzliche Arzneimittel zugelassen. Die Pflanze blüht meist zwischen Mai und Juni üppig weiß.

Der Studienkreis Entwicklungsgeschichte der Arzneipflanzenkunde an der Universität Würzburg legt jedes Jahr eine Heilpflanze fest. Das soll die Bedeutung der Arzneipflanzen als wirksame Medizin stärker ins Bewusstsein rücken.

dpa

Schon seit Jahren wird Schwangeren eine Grippeschutzimpfung empfohlen. Doch nur sehr wenige werdende Mütter nehmen die Impfung in Anspruch. Der Pieks kann jedoch nicht nur die Mutter, sondern auch das Baby vor vielen Virenstämmen schützen.

27.09.2018

Ein Oberschenkelhalsbruch kann für ältere Menschen fatale Folgen haben. Zehn Prozent der Patienten sterben wenige Wochen nach dem Knochenbruch. Viele werden zum Pflegefall. Der Einsatz eines Klinikteams verringert jedoch die Risiken.

26.09.2018

Zum Schutz gegen Wundstarrkrampf sollte jeder alle zehn Jahre die Tetanus-Impfung erneuern. Die Krankheit tritt in Deutschland zwar nur noch selten auf, aber im schlimmsten Fall kann sie tödlich enden.

26.09.2018