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Wie werde ich Geomatiker/in?

Aus Daten werden Karten Wie werde ich Geomatiker/in?

Wenn das Navigationsgerät den optimalen Weg findet, hat ein Geomatiker gute Arbeit geleistet. Denn Geomatiker verarbeiten geografische Daten zu Karten - für Menschen und Maschinen. Wer mit dem Job liebäugelt, braucht allerdings gute Mathenoten. Und Abi.

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Stimmt alles? Michael Böhme, Auszubildender zum Geomatiker beim Landesamt für Vermessung und Geobasisinformation Rheinland-Pfalz mit seinem Ausbildungsleiter Christoph Marx.

Quelle: Thomas Frey/dpa-tmn

Koblenz. Geomatiker zu werden, war für Michael Böhme naheliegend. Erdkunde und Mathematik hatten es ihm schließlich schon immer angetan. Inzwischen ist der 24-Jährige im dritten Ausbildungsjahr beim Landesamt für Vermessung und Geobasisinformation Rheinland-Pfalz in Koblenz.

Er sammelt geografische Daten, die er am PC zu einem Ganzen zusammenführt - als Karte, Plan oder Grafik. Das

Berufsbild des Geomatikers ist 2010 entstanden, aus der Neuordnung der bisherigen Ausbildungsberufe Vermessungstechniker und Kartograph.

"Das Aufgabengebiet ist vielseitig", sagt Monika Przybilla. Sie ist Leiterin des Arbeitskreises Beruf in der Gesellschaft für Geodäsie, Geoinformation und Landmanagement (DVW). Im Freien arbeiten Geomatiker aber nur selten, in der Regel sitzen sie im Büro am Computer.

Die von Geomatikern erstellten Karten und Pläne kommen im Straßenbau und in der Landwirtschaft zum Einsatz, aber zum Beispiel auch bei der Feuerwehr. "Auch die Polizei greift etwa bei Ermittlungsverfahren auf die Arbeitsergebnisse von Geomatikern zurück", erklärt Böhme.

Einen bestimmten Schulabschluss brauchen angehende Geomatiker für die duale Ausbildung nicht. Ein Großteil der Azubis hat nach Zahlen des Bundesinstituts für Berufsbildung (BIBB) von 2016 aber mindestens das Fachabitur. Darüber hinaus sollten Bewerber ein Grundverständnis für Geometrie mitbringen, gerne mit moderner Technik arbeiten und eine gute Note in Mathematik haben. "Sorgfalt und Genauigkeit bei der Arbeit sind unabdingbare Voraussetzungen", betont Przybilla.

Während der dreijährigen Ausbildung lernen angehende Geomatiker beispielsweise, welche Daten für Karten und Pläne überhaupt nötig sind, und wie man daraus räumliche Darstellungen macht. Dann muss jede Karte zu den Kundenwünschen passen - eine Wanderkarte braucht also etwa Hinweise auf Einkehrmöglichkeiten. Und Geomatiker befassen sich auch damit, wie sie die passende Schrift für eine Karte auswählen.

Die Azubis können dabei auch eigene Ideen einbringen: So machte Böhme in seiner Behörde den Vorschlag, im Rahmen seiner Ausbildung eine Sonderkarte zu erstellen, auf welchen Routen in seiner Heimatstadt Lahnstein die Karnevalszüge ziehen werden - für die Umsetzung bekam er grünes Licht. "Das hat echt Spaß gemacht", erzählt der Auszubildende.

Die Höhe der Ausbildungsvergütung ist unterschiedlich. Nach Angaben der Bundesagentur für Arbeit verdienen Auszubildende in Ingenieurs- und Planungsbüros etwa 618 Euro im ersten und 930 Euro im dritten Ausbildungsjahr. Im öffentlichen Dienst, etwa bei einer Landesbehörde, beträgt die Vergütung zuerst 902 und später 1006 Euro.

Danach arbeiten Geomatiker beispielsweise in Behörden für Vermessung, in Unternehmen oder in Verlagen für Kartographie. Wer sich beruflich entwickeln möchte, kann sich zum Ingenieur in der Fachrichtung Geodäsie weiterbilden, auch andere Studienfächer wie Kartographie oder Geoinformatik sind denkbar.

dpa

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