Volltextsuche über das Angebot:

3 ° / 0 ° wolkig

Navigation:
Grobe Beleidigung rechtfertigt fristlose Kündigung

Arbeit Grobe Beleidigung rechtfertigt fristlose Kündigung

Du "soziales Arschloch"! Wer seinen Chef so grob beleidigt, der muss mit einer fristlosen Kündigung rechnen. Das gilt auch, wenn der Mitarbeiter seit vielen Jahren für die Firma tätig ist.

Voriger Artikel
Scheinpraktikum kann als reguläres Arbeitsverhältnis gelten
Nächster Artikel
Chef darf Arbeitszeit und Gehalt nicht einseitig kürzen

Mitarbeiter werden gekündigt, wenn sie ihren Vorgesetzten als «Arschloch» beschimpfen.

Quelle: Arne Dedert/dpa

Kiel. Wer seinen Vorgesetzten grob beleidigt, muss mit einer Kündigung rechnen - auch in einem langjährigen Arbeitsverhältnis. Das geht aus einem

 Urteildes Landesarbeitsgerichts Schleswig-Holstein hervor (Az: 3 Sa 244/16), das die Behörde veröffentlicht hat.

 Das Gericht wies die Klage eines fristlos gekündigten Mitarbeiters eines Handwerksbetriebs ab, der seinen Chef nach einem Streitgespräch als "soziales Arschloch" bezeichnet hatte. Das Arbeitsverhältnis bis zum Ablauf der Kündigungsfrist fortzusetzen, sei dem Familienbetrieb nicht zuzumuten - auch nicht nach 23 Jahren Betriebszugehörigkeit.

 Die Äußerung sei im Affekt gefallen und durch die Meinungsfreiheit gedeckt, argumentierte die Verteidigung des 62-Jährigen in der Kündigungsschutzklage. Das Gericht sah es anders: Weil zwischen Streit und Beleidigung mehrere Stunden vergangen seien, liege kein Affekt vor. Grobe Beleidigungen seien nicht durch die Meinungsfreiheit gedeckt. Eine Abmahnung sei nicht nötig gewesen, da sich der Kläger nicht entschuldigt und keine Einsicht gezeigt habe.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Rechtstipp
Ausbildung bei der Pressedruck

Ausbildungsplatz zum Medientechnologen

Ausbildung bei der MVD

Wir bieten jungen Menschen attraktive Ausbildungsplätze.

Wenn es hart auf hart kommt, kann man mit einer Lesebestätigung eine Online-Bewerbung nachweisen.

Wer seine Bewerbungen per E-Mail verschickt, fordert am besten eine Lesebestätigung vom Empfänger an. Falls es zu einem Rechtsstreit kommt, könnte der Jobsuchende sonst vor Gericht nicht beweisen, dass er seine Unterlagen überhaupt verschickt hat. mehr