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Stellenanzeige nur für Frauen nicht immer Diskriminierung

Landesarbeitsgericht Köln Stellenanzeige nur für Frauen nicht immer Diskriminierung

Nicht immer muss eine Stellenanzeige, in der Mitarbeiter oder Mitarbeiterinnen eines bestimten Geschlechts gesucht werden, gegen das Gebot der Gleichstellung verstoßen. Unter welchen Vorraussetzungen eine Ausnahme möglich ist, haben nun die Richter entschieden.

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Die Richter haben entschieden: Unternehmen dürfen in Sonderfällen Mitarbeiter eines bestimmten Geschlechts suchen.

Quelle: Peter Steffen/dpa

Köln. In der Regel dürfen Arbeitgeber bei Stellenanzeigen nicht diskriminieren. In Ausnahmefällen kann es aber erlaubt sein, zum Beispiel gezielt nach einer Frau zu suchen, wenn in einem Betrieb bisher nur Männer arbeiten. Dies

entschied das Landesarbeitsgericht Köln (Az.: 7 Sa 913/16).

Geklagt hatte ein Mann, der sich erfolglos auf eine ausgeschriebene Stelle als Verkäufer in einem Autohaus beworben hatte. Unter der Überschrift "Frauen an die Macht" hatte der Händler gezielt nach einer Verkäuferin gesucht. Das sei Diskriminierung, fand der abgelehnte Bewerber - und zog vor Gericht.

Damit hatte er allerdings keinen Erfolg: Zwar sei der Mann hier tatsächlich benachteiligt gewesen, entschied das Gericht. In diesem Fall sei die Benachteiligung aber gerechtfertigt. Denn bisher arbeiteten im Verkauf- und Servicebereich des Autohauses nur Männer. Diesem Umstand wollte der Betrieb mit der Anzeige ein Ende bereiten.

Für das Gericht war dieses Vorgehen damit kein Verstoß gegen das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG), sondern sogar im Sinne des Gesetzes: Denn das AGG solle ja gerade dafür sorgen, dass es im Berufsalltag mehr Gleichbehandlung der Geschlechter gibt.

dpa

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