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Berlin Der S-Bahnhof Charlottenburg soll schöner werden – und „smart“
Nachrichten Berlin Der S-Bahnhof Charlottenburg soll schöner werden – und „smart“
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16:03 14.04.2019
So sieht der S-Bahnhof in Charlottenburg bisher aus. Quelle: Soeren Stache/dpa
Berlin

Die Empfangshalle des Berliner S-Bahnhofs Charlottenburg ähnelt vielen anderen: Es zieht, Leute hasten vorüber, Sitzgelegenheiten sind auf den ersten Blick nicht zu entdecken. Die Deutsche Bahn will nun dort die Aufenthaltsqualität steigern und das Nutzungskonzept ergänzen. Die Umbauarbeiten laufen. Nach Konzernangaben ist es der erste Standort, der ein „Smart City“-Bahnhof werden soll.

„Wir wollen den Bahnhof in das Quartier einbinden“, sagt die Leiterin des Bereichs „Smart Cities“ bei der Deutschen Bahn, Meike Niedbal. „Smart City“ – dieser Begriff taucht immer wieder auf und in ganz unterschiedlichen Zusammenhängen. Er bedeutet im Grunde, dass Bereiche miteinander vernetzt werden und ineinandergreifen. Das soll einen Standort effizienter, aber auch lebenswerter machen. Häufig spielen technische Lösungen eine wichtige Rolle.

Die Deutsche Bahn versteht unter „smart“ neue Nutzungskonzepte: Dazu gehöre zum Beispiel, Kunden einen angenehmen Aufenthalt im Empfangsgebäude zu bieten, Möglichkeiten zum Arbeiten wie Coworking zu schaffen, neue Mobilitätsformen einzubinden oder auch die Bahnhofsvorplätze einzubeziehen. Ziel sei es, die Attraktivität von Bahnhöfen zu steigern.

Am S-Bahnhof Charlottenburg sollen zum Beispiel Sitzgelegenheiten auf dem Vorplatz entstehen. Ein Blumenstand, der bislang zwischen den Gleisaufgängen aufgebaut ist, wird in die Empfangshalle ziehen. Außerdem sind Aufladestationen für Handys vorgesehen.

Mitte des Jahres soll der Umbau laut DB abgeschlossen sein. Später soll noch auf Monitoren zu sehen sein, wann die nächste U-Bahn oder der nächste Bus fährt. Langfristig sind auch Schließfächer für Pakete und Post angedacht, damit man sich auf dem Nachhauseweg den Umweg über das Postamt spart. Derzeit stehe man mit mehreren Städten und Verkehrsverbünden in Verbindung, um weitere Projekte zu definieren.

Von Anna Ringle

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