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Berlin Die Grüne Woche hat begonnen
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17:46 18.01.2019
Joachim Rukwied (l-r), Präsident des Deutschen Bauernverbandes, Michael Müller (SPD), Regierender Bürgermeister von Berlin, Julia Klöckner (CDU), Bundeslandwirtschaftsministerin, Juha Marttila, Präsident Zentralverband der landwirtschaftlichen Produzenten und Waldbesitzer (MTK), Jari Leppä, Landwirtschaftsminister von Finnland, und Vytenis Andriukaitis, EU-Kommissar für Gesundheit und Lebensmittelsicherheit, bei der Eröffnung der Grünen Woche. Quelle: dpa
Berlin

Auf diese Premiere musste Julia Klöckner ein bisschen warten. Seit zehn Monaten ist die Bundeslandwirtschaftsministerin von der CDU inzwischen im Amt. Am Freitag geht es für sie auf den ersten Eröffnungsrundgang bei der Grünen Woche in Berlin, die für jeden Ressortchef ein Jahreshöhepunkt ist – und eine kleine kulinarische Bewährungsprobe. Nach anderthalb Stunden Probiertour lautet ihr Zwischenfazit in der Blumenhalle neun: „Also, Hunger haben wir net.“

Früh um 8 Uhr startet der Tross im Messebezirk des diesjährigen Partnerlands Finnland. Agrarminister Jari Leppä ist da, der schon bei der Eröffnungsfeier am Vorabend stolz von den Besonderheiten der arktischen Landwirtschaft mit Beeren und Pilzen berichtet hat. Und auch davon, dass das Wohl der Tiere „Ehrensache“ sei. „Daher haben unsere Schweine auch Ringelschwänze und unsere Hühnchen Schnäbel.“

Bevor es an die nächsten Länderstände geht, macht Klöckner noch in der Halle ihres eigenen Ministeriums Station. Über einem Kuh-Modell baumelt eine Drohne von der Decke, ein paar Schritte weiter steht ein Melkroboter – Digitalisierung im Stall ist ein zentrales Messethema. Dann steigt die Kostprobendichte: In einer Showküche der deutschen Ernährungsindustrie gibt es alkoholfreies Bier mit viel Protein. „Riecht nach Malzbier“, sagt Klöckner und nippt am Plastikbecher.

Es folgen ein Löffel zuckerfreier Porridge und ein Mini-Bissen Salami vom Holzstäbchen. Am großen Holland-Stand greift Berlins Regierender Bürgermeister Michael Müller routiniert zum Goudawürfel – und dann beim Wein aus Südtirol zu einem sozialdemokratischen Roten, während die Winzertochter Klöckner einen Weißen testet.

Am Stand Liechtensteins wartet eine große Torte, doch beide stibitzen nur kleine Splitter weiße Schokolade. Bauernpräsident Joachim Rukwied probiert einen Schluck Bier. Und legt sich dann am Stand der Schweiz erfolgreich ins Zeug beim Wettrollen mit einem Plastik-Käselaib.

„Man muss sich wohldosiert dieser Aufgabe stellen, und dann geht das“, meint Klöckner zwischen zwei Probier-Etappen. Jedes Land sei stolz auf das, was es zu bieten habe, und das ganz ohne Nationalismus. „Heimat kann man ja schmecken. Und das finde ich das Wunderbare hier.“

Bis zum 27. Januar werden in den Hallen am Funkturm rund 400 000 Besucher erwartet. Mit 1750 Ausstellern aus 61 Ländern ist die Beteiligung an der Grünen Woche nach Veranstalterangaben so groß wie nie in ihrer 93-jährigen Geschichte. Am Samstag wollen in Berlin Tausende für mehr Tier- und Naturschutz in der modernen Landwirtschaft demonstrieren.

Von RND/dpa

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