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Berlin Mutmaßlicher Mörder von Georgine lebte in der Nachbarschaft
Nachrichten Berlin Mutmaßlicher Mörder von Georgine lebte in der Nachbarschaft
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16:13 04.12.2018
Martin Steltner, Pressesprecher der Berliner Staatsanwaltschaft, berichtet auf einer Pressekonferenz von einer Festnahme im Fall der vermissten Georgine Krüger. Im September 2006 verschwand sie spurlos. Quelle: Jörg Carstensen/dpa
Berlin

Nach der Festnahme eines dringend mordverdächtigen Mannes im Fall der seit zwölf Jahren spurlos verschwundenen Berliner Schülerin Georgine Krüger hat die Staatsanwaltschaft erste Einzelheiten über den Tatverdächtigen in einer Pressekonferenz am Dienstagnachmittag bekanntgegeben. Demnach soll es sich bei dem 43-Jährigen um einen deutsch-türkischen Familienvater handeln, der in unmittelbarer Nähe des Opfers „Tür an Tür“ wohnte.

„Der Tatverdächtige war bereits einschlägig vorbestraft“, sagte der Berliner Staatsanwalt Martin Steltner. Sterbliche Überreste des Mädchens seien bislang nicht gefunden, bestätigte er eine zunächst auf Twitter veröffentlichte Pressemitteilung. Die Ermittlungen insbesondere zum Verbleib der Leiche dauern an. Es sei wahrscheinlich, dass das Mädchen noch am Tag ihrer Entführung getötet wurde.

Polizeieinsatz in Berlin-Moabit

Ob es einen Zusammenhang gibt zwischen dem mutmaßlichen Täter und einem Anrufer, der erst im April am Telefon angebliche Hinweise zu der Jugendlichen gab, werde noch geprüft, so Steltner. Am Vormittag hatte es einen Polizeieinsatz in Berlin-Moabit gegeben, an dem Spezialeinsatzkräfte beteiligt waren. An dem Ort war das Mädchen zuletzt gesehen worden.

Die damals 14-jährige Georgine war 2006 aus einem Bus in Berlin-Moabit ausgestiegen und ist bis heute verschwunden. Zum Fahndungserfolg trug nun ein verdeckter Ermittler bei: Demnach besteht der dringende Verdacht, dass der festgenommene Mann Krüger aus sexuellen Motiven auf ihrem Heimweg von der Schule abgefangen, in seinen Keller in Berlin-Moabit gelockt und sie dort getötet hat.

Beschuldigter bereits wegen sexueller Nötigung verurteilt

Die Fahnder waren dem Mann durch einen verdeckten Ermittler auf die Spur gekommen. Der Beschuldigte war bereits 2012 vom Amtsgericht Tiergarten wegen sexueller Nötigung einer Jugendlichen verurteilt worden, nachdem er das Mädchen zuvor ebenfalls in den Keller seiner Wohnung gelockt hatte. Gegen ihn liegt nun ein Haftbefehl wegen Mordes vor.

Die Leiche von Georgine Krüger wurde noch nicht gefunden. Insgesamt sind die Ermittler inzwischen rund 300 Hinweisen nachgegangen. Zuletzt hatten sie im Sommer um Hinweise aus der Bevölkerung gebeten: Nach zwei Anrufen im März 2018 über den Notruf der Polizei Berlin suchten die Ermittler der 6. Mordkommission mit einem Audiomitschnitt nach dem unbekannten Anrufer.

Suche nach der 14-Jährigen in Brandenburg blieb erfolglos

Der Mann hatte sich am 31. März telefonisch gemeldet und vorgegeben, dass sich die seit dem 25. September 2006 vermisste, damals 14-jährige Georgine Krüger in Brieselang (Havelland) befinden würde. Doch die umfangreichen Grabungen in einem dortigen Waldgebiet verliefen erfolglos.

Von MAZonline/dpa

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