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Himmelsscheibe von Nebra kommt nach Berlin

Ausstellung Himmelsscheibe von Nebra kommt nach Berlin

Die Himmelsscheibe von Nebra – die weltweit älteste bekannte Darstellung astronomischer Phänomene – ist im kommenden Jahr in Berlin zu sehen. Die 3600 Jahre alte Bronzescheibe, die mittlerweile zum Unesco-Dokumentenerbe gehört, wird Teil einer archäologischen Ausstellung im Martin-Gropius-Bau.

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Die Himmelsscheibe von Nebra im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle (Sachsen-Anhalt).

Quelle: dpa

Halle, Berlin. Die Himmelsscheibe von Nebra geht 2018 erstmals seit zehn Jahren wieder auf Reisen. „Vom 21. September bis Anfang November 2018 ist die Scheibe für sechs Wochen in der nationalen Archäologieausstellung ’Bewegte Zeiten. Archäologie in Deutschland’ im Berliner Martin-Gropius-Bau zu sehen“, sagte der Direktor des Museums für Vor- und Frühgeschichte der Staatlichen Museen zu Berlin, Matthias Wemhoff. „Das ist ein Novum, weil die Himmelsscheibe sonst nicht ausgeliehen wird.“

Zuletzt war die Himmelsscheibe außerhalb Sachsen-Anhalts 2007 in Basel (Schweiz) zu sehen. Davor war sie in Österreich und Dänemark ausgestellt worden.

Das Besucherzentrum „Arche Nebra“ in Nebra (Sachsen-Anhalt) wurde am 21

Das Besucherzentrum „Arche Nebra“ in Nebra (Sachsen-Anhalt) wurde am 21. Juni 2007 in der Nähe des Fundortes der Himmelsscheibe eröffnet. Das Original der Himmelsscheibe ist im Landesmuseum für Vorgeschichte in Halle ausgestellt.

Quelle: dpa

Die Himmelsscheibe von Nebra gilt als die älteste bekannte, konkrete Darstellung astronomischer Phänomene. Sie war 1998 von illegalen Schatzsuchern in einer Wallanlage in Sachsen-Anhalte aus der Bronzezeit ausgegraben worden. Der genaue Fundort – nahe Dieskau - wurde erst im Jahr 2002 öffentlich gemacht.

Die 3600 Jahre alte Bronzescheibe gehört seit 2013 zum Unesco-Dokumentenerbe „Memory of the World“.

Untersuchungen haben ergeben, dass der bronzezeitliche Fürst vom Grab Bornhöck bei Dieskau (Sachsen-Anhalt) ist mit hoher Wahrscheinlichkeit Auftraggeber und damit „Vater der Himmelsscheibe“ von Nebra ist. Bei Dieskau wurden noch weitere Gräber entdeckt. „Möglicherweise lag bei Dieskau ein zentraler Bestattungsort einer Dynastie von Fürsten“, sagte der Archäologe Harald Meller.

Von Thomas Schöne

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