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Berlin Illegales Rennen oder Unfall mit Fahrerflucht?
Nachrichten Berlin Illegales Rennen oder Unfall mit Fahrerflucht?
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16:54 16.02.2018
Quelle: dpa (Symbolbild)
Berlin

Nach ersten Meldungen zu einem illegalen Autorennen in Berlin-Kreuzberg prüft die Polizei nach eigenen Angaben jetzt, ob es sich nicht vielmehr um einen Unfall mit Fahrerflucht handelt. Wie ein Sprecher am Donnerstagmorgen sagte, waren es nicht mehrere Zeugen, die ein angebliches Rennen beobachteten, sondern nur einer.

Am späten Mittwochabend war ein offenbar zu schnell fahrendes Auto auf der Gitschiner Straße mit einem wendenden Pkw kollidiert. Das Raserauto erfasste den Wagen des vorausfahrenden 35-Jährigen, prallte gegen ein Absperrgitter und schließlich gegen einen weiteren Pkw, der auf der rechten Spur stand.

Fahrer konnten entkommen

Das stehende Fahrzeug wurde in parkende Autos gedrückt, der 55-jährige Insasse leicht verletzt. Das Auto des 35-Jährigen kam ins Schleudern und blieb auf dem Bürgersteig stehen, der Mann wurde ebenfalls leicht verletzt. Der mutmaßliche Raser ließ den Angaben zufolge sein Auto am Unfallort stehen und konnte zu Fuß flüchten. Die «B.Z.» berichtete, dass sich ein Beifahrer ebenfalls aus dem Staub machte, zwei hinten mitfahrende Frauen jedoch am Unfallort blieben. Dies bestätigte ein Polizeisprecher am Morgen zunächst nicht. Der zweite Raser entkam mit seinem Auto unerkannt.

Trümmerteile über 100 Meter verteilt

„Die Trümmerteile lagen knapp über 100 Meter verteilt auf der Fahrbahn“, sagte ein Polizeisprecher. Insgesamt wurde acht Fahrzeuge beschädigt, die Gitschiner Straße war in Richtung Hallesches Tor für etwa drei Stunden großräumig abgesperrt. Der Halter des Raser-Autos wurde von der Polizei gefunden und befragt - bislang sei aber unklar, ob er auch der Fahrer war. Das Auto wurde sichergestellt und soll näher untersucht werden.

An der Gitschiner Straße/Ecke Böcklerstraße war die Spuren des Unfalls noch am Donnerstagmorgen zu sehen. Dort stand ein an der Seite aufgerissener Wagen und ein weiteres Auto, dem vorn ein Rad fehlte und dessen Motorhaube aufgerissen war.

Immer wieder illegale Autorennen durch Berlin

Immer wieder werden bei illegalen Autorennen in Berlin Unbeteiligte verletzt. Im Februar diesen Jahres wurden zwei Angeklagte erstmals wegen Mordes verurteilt. Die beiden damals 24 und 26 Jahre alten Männer hatten in der Nacht zum 1. Februar 2016 einen schweren Unfall in der Nähe des Kaufhauses KaDeWe verursacht. Der eine Raser rammte einen Jeep, dessen 69 Jahre alter Fahrer starb. Wie am Mittwoch mitgeteilt wurde, prüft der Bundesgerichtshof dieses Urteil am 1. Februar nächsten Jahres. Die beiden Verurteilten waren nach dem Urteil des Berliner Landgerichts in Revision gegangen. Die Politik streitet seit Längerem darüber, ob es härtere Strafen für Raser geben sollte.

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Von Simon Sachseder

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