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Berlin Weniger ausländisches Kapital fließt nach Berlin
Nachrichten Berlin Weniger ausländisches Kapital fließt nach Berlin
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16:04 26.02.2019
In diesem Hochhaus in Berlin sind noch Wohnungen frei.
Berlin

Frankfurt, München und Berlin gehörten 2018 zu den weltweit beliebtesten Anlagezielen ausländischer Immobilieninvestoren. Laut einer am Dienstag veröffentlichten Analyse des Immobilienspezialisten JLL (Jones Lang LaSalle Incorporated) lagen die drei deutschen Städte auf den Plätzen 5, 8 und 9. Noch mehr Geld als in Frankfurt investierten ausländische Immobilien-Anleger demnach nur in London, Paris, New York und Shanghai.

JLL beziffert die grenzüberschreitenden Kaufaktivitäten für 2018 auf 224 Milliarden US-Dollar (umgerechnet 197 Milliarden Euro), das sind 31 Prozent aller Aktivitäten auf dem globalen Immobilienmarkt. Etwas mehr als zehn Prozent davon (23 Milliarden Dollar) flossen vergangenes Jahr in die britische Hauptstadt.

Brexit-Profiteur Frankfurt

Für Frankfurt ermittelte JLL etwa 4,5 Milliarden Dollar ausländische Investitionen auf dem dortigen Immobilienmarkt. Das sind 77 Prozent mehr als im Jahr 2017. Frankfurt steht hoch in der Gunst ausländischer Anleger, auch weil sie als Brexit-Gewinner gilt: Internationale Banken wollen Jobs aus London in die hessische Metropole verlegen.

Anders stellt sich die Situation in Berlin dar: Die Stadt rutschte in der JLL-Rangliste über das „Cross-Border Investment“ von Platz 5 auf 9 ab, das Investitionsvolumen ging von etwa fünf Milliarden Dollar auf knapp unter drei Milliarden zurück. Neu in der JLL-Rangliste der zehn attraktivsten Städte für globale Grundstücksspekulanten steht neben München auch Warschau (Platz 10). Aus den Top Ten heraus gefallen sind dagegen Tokio und Boston. Weiter dabei sind Los Angeles und Washington.

Kapitalfluss aus China stockt

Als bemerkenswertesten Trend des vergangenen Jahres nennt JLL-Analystin Hela Hinrichs den Rückgang der Kapitalströme aus der Volksrepublik China. Es waren weltweit noch 4,6 Milliarden Dollar – und damit 84 Prozent weniger als 2017.

Als Grund nennt Hinrichs staatliche Kapitalkontrollen und strengere Auflagen für Auslandsinvestitionen. In Deutschland fiel der Rückzug asiatischer Investoren mit minus 47 Prozent nicht ganz so stark aus. Die stärksten asiatischen Anleger auf dem deutschen Immobilienmarkt waren Südkorea (1,35 Milliarden Dollar) und Singapur (1,25 Milliarden). Stark vertreten sind in den deutschen Großstädten auch Immobilienkäufer aus den USA, Frankreich und Großbritannien.

Von Thorsten Keller

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