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Israel-Flaggen verbrannt – zehn Festnahmen

Palästinenser-Demo in Berlin Israel-Flaggen verbrannt – zehn Festnahmen

Die geplante Verlegung der US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem sorgt auch in Berlin für Proteste. Am Freitagabend haben mehr als 1000 Menschen vor der US-Botschaft demonstriert. Weil es zu teils gewalttätigen Zwischenfällen gekommen ist, ermittelt jetzt die Polizei.

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Mehr als 1000 Menschen haben am Freitag vor der US-Botschaft in Berlin gegen die Anerkennung von Jerusalem als israelische Hauptstadt durch den US-Praesident Donald Trump demonstriert.

Quelle: imago stock&people

Berlin. Bei den Demonstrationen gegen die Anerkennung Jerusalems als israelische Hauptstadt hat die Berliner Polizei am Freitagabend zehn Menschen festgenommen. Nachdem zwei Flaggen Israels am Brandenburger Tor verbrannt wurden, werde unter anderem wegen der Verletzung von Hoheitszeichen ausländischer Staaten ermittelt, teilte die Polizei am Sonntag mit. Demonstranten hätten außerdem versucht, die Absperrung zur US-Botschaft zu durchbrechen. Ein Polizist habe dabei eine leichte Handverletzung erlitten.

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Die geplante Verlegung der US-Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem sorgt auch in Berlin für Proteste. Am Freitagabend haben mehr als 1000 Menschen vor der US-Botschaft demonstriert. Weil es zu teils gewalttätigen Zwischenfällen gekommen ist, ermittelt jetzt die Polizei.

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1200 Demonstranten – 450 Polizisten

Rund 1200 Menschen hatten sich am Freitag zu zwei Protestaktionen am Brandenburger Tor versammelt. Rund 450 Beamte seien vor Ort gewesen. Am Mittwoch hatte US-Präsident Donald Trump angekündigt, dass die USA ihre Botschaft von Tel Aviv nach Jerusalem verlegen wollten.

Die erste Demonstration am Brandenburger Tor richtete sich gegen die Anerkennung Jerusalems als Hauptstadt Israels. Sie verlief nach Polizeiangaben friedlich. Größere Ausschreitungen ereigneten sich dort anschließend bei der zweiten Demo gegen die Verlegung der US-Botschaft. Die Veranstalter hätten 500 Teilnehmer erwartet, die Menge sei jedoch sehr schnell um mehrere hundert Menschen angewachsen, darunter auch Vermummte, sagte eine Polizeisprecherin.

Spontan-Demo in Neukölln

Nach einem Video des Jüdischen Forums für Demokratie und gegen Antisemitismus wurden auf der Demonstration antisemitische Parolen gerufen und eine Flagge der radikal-islamischen Bewegung Hamas gezeigt.

Am Freitagabend protestierten spontan mehrere hundert Menschen in Neukölln. Die Demonstranten versammelten sich am Hermannplatz und liefen einige hundert Meter bis zur Reuterstraße, dort löste sich die Menschenmenge aber auf. Zahlreiche Einsatzkräfte waren im Einsatz, mussten aber nicht eingreifen. Die Demonstration war nicht angemeldet gewesen, weshalb die Polizei gegen etliche Teilnehmer wegen Verstoßes gegen das Versammlungsgesetz ermittelt.

Von Björn Graas

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