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Berlin Knapp 160 Insassen vorzeitig entlassen
Nachrichten Berlin Knapp 160 Insassen vorzeitig entlassen
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10:29 03.12.2017
Ein Weihnachtsbaum im Innenhof einer Berliner Jugendvollzugsanstalt. Quelle: dpa
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Berlin

Rechtzeitig vor Weihnachten sind aus Berliner Gefängnissen knapp 160 Insassen vorzeitig entlassen worden. Mit dem diesjährigen Gnadenerweis von Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne) kommen sie einige Wochen vor ihrem Haftende frei und können das Fest bei Familie oder Freunden verbringen. Unter den 156 Freigelassenen sind 11 Frauen.

Wiedereingliederung soll erleichtert werden

Verurteilten Tätern wird nur bei guter Führung kurz vor dem regulären Haftende Gefängniszeit erlassen. Zudem müssen Entlassungs-Kandidaten „draußen“ eine Unterkunft haben und ihren Lebensunterhalt selbst bestreiten können. Derzeit sitzen knapp 4.170 Gefangene in den Berliner Haftanstalten.

Durch die vorgezogene Entlassung solle die Wiedereingliederung in die Gesellschaft erleichtert werden, unterstrich der Justizsenator. Erfahrungsgemäß seien die Wohnungs- und Arbeitssuche gerade zum Jahresende besonders schwierig. Deshalb könne eine frühere Entlassung helfen.

Mit 52 Entlassenen kommen die meisten aus dem Gefängnis Plötzensee. Aus dem Offenen Vollzug konnten 37 Gefangene ihre Sachen früher zusammenpacken. 30 Gefangene verließen das Gefängnis Heidering vorzeitig, die Anstalt in Tegel 21 Inhaftierte.

Zahl der früheren Entlassungen fast doppelt so hoch

Gewaltverbrecher und Sexualstraftäter werden laut Justizverwaltung generell nicht früher entlassen. Das Gleiche gilt für Verurteilte mit Drogendelikten, Staatsschutzvergehen oder Täter, die wegen Landfriedensbruchs verurteilt wurden.

In diesem Jahr ist die Zahl der früher Entlassenen fast doppelt so hoch wie 2016. Im Vorjahr kamen 82 Gefangene zeitiger aus den Gefängnissen. In früheren Jahren profitierten weit mehr Gefangene von dem Gnadenerweis, jedoch waren die Haftanstalten auch sehr viel voller. 2011 saßen rund 4450 Häftlinge ein, knapp 300 kamen vor Weihnachten früher aus dem Gefängnis.

Von MAZonline/dpa

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