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Berlin Tetris-Fahrradweg: Firma muss nachbessern
Nachrichten Berlin Tetris-Fahrradweg: Firma muss nachbessern
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16:39 09.08.2018
Die Leo-Baeck-Straße in Berlin-Zehlendorf hat einen neuen Zick-Zack-Radweg. Quelle: Ansgar Nehls
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Berlin

Wer in der Leo-Baeck-Straße in Berlin-Zehlendorf Fahrrad fahren will, muss seinen Lenker gut im Griff haben. Seit Dienstag gibt es auf dem Bürgersteig in der gutbürgerlichen Siedlung eine neue Radweg-Markierung – und die hat es in sich. Wie in einem Computerspiel führt der Radweg zwei Meter geradeaus und dann in einer scharfen, 90-Grad-Kurve erst scharf nach rechts – dann gleich wieder nach links. Zwei Meter später das Ganze von vorne, immer um die Wurzeln der Straßenbäume herum. Wer innerhalb der Markierung bleiben möchte, muss sich gehörig konzentrieren.

Absurdität geht auf Straßenbaufirma zurück

Im Zick-Zack-Kurs durch Zehlendorf: Diese Absurdität eines Fahrradweges geht auf eine Straßenbaufirma zurück, die eigentlich nur die Markierung erneuern sollte. Die anliegende Schweizerhof-Grundschule bat darum. Die Kinder sollten auf dem Schulweg mit ihren Fahrrädern nicht auf der Straße fahren müssen. Stattdessen müssen sie nun einen Hindernis-Parcour absolvieren.

Beauftragt wurde die Firma vom Bezirksstadtrat – und der nimmt die Sache mit Humor. Umwelt-Bezirksstadträtin Maren Schellenberg (Grüne) sagt: „Das hatten wir so nicht bestellt. Aber schön sieht es ja aus“. Sie will die Firma nun erneut antreten lassen und dann besprechen was passieren soll. „Denn so kann es nicht bleiben“.

Radweg wird vermutlich überpinselt

Vermutlich wird der neue Radweg einfach überpinselt – ohne weitere Kosten für den Steuerzahler. Eventuell aber gibt es auch eine ganz neue Lösung: „Vielleicht müssen wir auch einen anderen Weg finden, damit dort Fußgänger und Fahrradfahrer nebeneinander mehr Platz haben“, sagt Schellenberg.

Für Sie hat die Debatte um den kuriosen Radweg auch etwas Gutes: „Die Angelegenheit ist eines der kleineren Ärgernisse. Denn zum Glück ist ja niemand zu Schaden gekommen“, sagt Schellenberg. „Aber zumindest war die Leo-Baeck-Straße nun auch einmal in den Nachrichten.“

Und: Auch in Brandenburg gibt es Radweg-Kuriositäten

Von Ansgar Nehls

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