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Berlin Mann soll demente Ehefrau mit Überdosis ermordet haben
Nachrichten Berlin Mann soll demente Ehefrau mit Überdosis ermordet haben
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14:22 28.02.2018
Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Mann heimtückisch und aus niedrigen Beweggründen gehandelt hat. Quelle: dpa
Berlin

Sechs Monate nach dem Tod einer 67 Jahre alten Frau in einer betreuten Wohneinrichtung für Senioren hat vor dem Berliner Landgericht der Prozess wegen Mordes begonnen. Ein 60-Jähriger soll seiner dementen Ehefrau eine tödliche Dosis eines Schlafmittels gespritzt haben.Die Verhandlung wurde am Mittwoch noch vor Verlesung der Anklage auf den 16. März vertagt. Die Richter gaben damit einem Antrag der Verteidiger auf Überprüfung der Gerichtsbesetzung statt.

Die Staatsanwaltschaft geht davon aus, dass der Mann heimtückisch und aus niedrigen Beweggründen gehandelt habe. Er habe sich vor dem Hintergrund einer eigenen schweren Erkrankung von der emotionalen Belastung durch die demente Frau befreien wollen.

Überhöhte Werte im Blut

Zu der mutmaßlichen Tat nach 30-jähriger Ehe soll es im August 2017 im Berliner Bezirk Treptow-Köpenick gekommen sein. Der Angeklagte, ein gelernter Krankenpfleger, soll der Frau bei einem Besuch heimlich ein Schlafmittel injiziert haben. Sie sei daraufhin verstorben.

Nach der Obduktion der Leiche seien Ermittler von einem Tötungsdelikt ausgegangen, heiß es am Rande des Prozesses. Im Blut seien „überhöhte Werte“ festgestellt worden. Der Angeklagte habe die Frau, die bereits längere Zeit in der Einrichtung lebte, kurz vor ihrem Tod besucht. Zwei Wochen später sei er wegen Mordverdachts verhaftet worden. Der Mann, der zuletzt in der Psychotherapie tätig gewesen sei, habe die Vorwürfe in Vernehmungen bei der Polizei zurückgewiesen.

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