Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Berlin Neue Vorwürfe im Fall Georgine
Nachrichten Berlin Neue Vorwürfe im Fall Georgine
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
18:15 12.12.2018
Die Suche nach Georgine führt auch ins Havelland. Brieselang suchte die Polizei damals mit Hunden ein Waldgebiet ab. Quelle: Bernd Settnik/dpa.
Berlin

Der mutmaßliche Mörder von Georgine Krüger soll in seiner Nachbarschaft weitere Mädchen belästigt haben. 2009 hätten sich zwei Mädchen im Alter von 11 und 13 Jahren bei der Polizei gemeldet. Demnach wurden sie von dem Beschuldigten verbal belästigt. Aufgrund des anzüglichen Hintergrundes der Äußerungen sei die Strafanzeige wegen Beleidigung an die für Sexualdelikte zuständige Abteilung LKA 13 weitergeleitet worden, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft am Mittwoch in Berlin mit. Drei Jahre zuvor war die damals 14-jährige Georgine verschwunden.

Mordkommission hat keinen Tatzusammenhang gesehen

Die Fälle der beiden Mädchen wurde demnach auch an die Mordkommission weitergeleitet. Diese habe aber keine Ansätze für erfolgversprechende Ermittlungen im Zusammenhang mit Georgine gefunden. Offen bleibt weiter die Frage, warum die Polizei nach der Belästigung einer weiteren Frau im Jahr 2011 durch den mutmaßlichen Mörder von Georgine nicht aktiver wurde und einen Zusammenhang herstellte.

Die Berliner Kriminalpolizei versucht, mögliche Pannen bei der Suche nach dem Mörder von Georgine aufzuklären. Der mutmaßliche Mörder des Mädchens wurde vor einer Woche festgenommen – zwölf Jahre nach dem Verschwinden der Jugendlichen.

Martin Steltner, Pressesprecher der Berliner Staatsanwaltschaft, berichtet von einer Festnahme im Fall der vermissten Georgine Krüger. Quelle: JÖRG CARSTENSEN/DPA

Gefragt werden, ob andere Dienststellen von Polizei und Justiz vor einigen Jahren entscheidende Dinge übersehen haben. Der mutmaßliche Täter wurde nämlich fünf Jahre nach dem Verschwinden von Georgine wegen sexuellen Missbrauchs einer anderen Jugendlichen angezeigt und verurteilt. Die Tat ereignete sich in der gleichen Straße in Berlin-Moabit, in der Georgine lebte und 2006 verschwand - und in der auch der Verdächtige wohnte.

Diese andere Jugendliche hatte laut Zeitungsberichten erklärt, sie habe 2011 den Polizisten auf der nahe gelegenen Wache ganz konkret von ihrem Verdacht erzählt, ihr Angreifer könne auch etwas mit Georgine zu tun haben. Ob die Mordkommission damals davon erfahren hat, ist noch nicht geklärt.

Von MAZonline

Immer häufiger begehren Menschen in Berlin gegen steigende Mieten auf – aktuell die Bewohner der einstigen DDR-Prachtstraße Karl-Marx-Allee. Ein Besuch vor Ort bei Gisela und Jürgen Bessler macht deutlich, warum.

11.12.2018

Warum ist die Polizei nicht schon viel früher auf den mutmaßlichen Mörder von Georgine Krüger aufmerksam geworden? Nach der Festnahme im Fall der vermissten Schülerin in Berlin wird der Verdacht laut, dass es Pannen bei den Ermittlungen gab.

10.12.2018

Vor einer Shisha-Bar in Berlin-Neukölln sind zwei Menschen niedergestochen und verletzt worden. Einzelheiten wollte die Polizei bislang nicht mitteilen.

09.12.2018