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Berlin Neukölln: Hausdurchsuchungen in rechter Szene
Nachrichten Berlin Neukölln: Hausdurchsuchungen in rechter Szene
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15:51 04.02.2018
Symbolbild. Quelle: dpa-Zentralbild
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Berlin

Nach den Brandanschlägen auf die Autos eines Linken-Bezirkspolitikers und eines Buchhändlers in Neukölln hat die Berliner Polizei vier Wohnungen durchsucht. Die Aktionen am Freitagabend in Neukölln hätten sich gegen zwei Verdächtige gerichtet, die der rechten Szene zuzurechnen seien, teilten die Ermittler am Samstag mit. Dabei seien unter anderem Laptops, Speicherkarten, eine Kamera, Handys sowie schriftliche Unterlagen beschlagnahmt worden. Die Auswertung der Beweismittel werde noch mehrere Tage dauern, sagte eine Polizeisprecherin am Sonntag.

Mehr als 100 Menschen bekunden Solidarität

Zu den beiden Verdächtigen im Alter von 32 und 35 Jahren wollten Polizei und Staatsanwaltschaft zunächst keine näheren Angaben machen. Nach der Personenkontrolle wurden sie wieder auf freien Fuß gesetzt.

Gemeinsame Ermittlungen der Staatsanwaltschaft und der Ermittlungsgruppe „Rechte Straftaten in Neukölln“ hatten die Fahnder auf die Spur der Verdächtigen gebracht.

In der Nacht zu Donnerstag waren die Autos des Linken-Politikers Ferat Kocak und eines Neuköllner Buchhändlers in Brand gesteckt worden. Der Buchhändler engagiert sich nach Angaben der Neuköllns Bezirksbürgermeisterin Franziska Giffey (SPD) gegen Rechtspopulismus und Rassismus.

Nach einer Kundgebung, auf am Samstag mehr als 100 Menschen am Rathaus Neukölln ihre Solidarität mit den Opfern der rechten Angriffe demonstrierten, äußerte Giffey indirekt Kritik an der Behörde ihres Parteifreundes, Innensenator Andreas Geisel. Sie forderte den Senat in einem Facebook-Post auf, „die Ermittlungsbehörden bei Polizei und LKA so auszustatten, dass endlich Ermittlungserfolge sichtbar werden und die Täter zur Rechenschaft gezogen werden“.

Die Linke Neukölln brachte deutlichere Kritik an den Ermittlungsbehörden vor. „Es ist ein Skandal, dass Polizei und Staatsanwaltschaft keine Ergebnisse vorzuweisen haben“, hieß es in einem Post des Bezirksverbandes auf Facebook.

Von MAZonline

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