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Berlin Polizei bekommt keine neue Anti-Terror-Einheit
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15:18 15.03.2018
Quelle: dpa
Berlin

Bei der Berliner Polizei ist keine gesonderte Spezialeinheit zur Bekämpfung von Terroristen geplant. Das geht aus der Antwort der Innenverwaltung auf eine Anfrage des SPD-Abgeordneten Tom Schreiber hervor.

Der Parlamentarier hatte dies mit Blick auf den Terroranschlag auf den Berliner Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche vom 19. Dezember 2016 gefragt. Im Nachgang war bekannt geworden, dass die Polizei vor dem Anschlag stark überlastet war.

Bei dem islamistischen Anschlag wurden zwölf Menschen getötet. Quelle: dpa

Die Spezialeinheiten Mobiles Einsatzkommando (MEK) und Spezialeinsatzkommando (SEK) des Landeskriminalamtes haben laut Innenverwaltung bereits die Aufgabe, Terroranschläge zu verhindern und zu bewältigen.

SEK und MEK künftig am gemeinsamen Standort in Tempelhof

Das SEK und das MEK sollen künftig im selben Gebäude arbeiten. Das bestätigt ein Sprecher der Innenverwaltung nach Berichten der Berliner Morgenpost und des rbb am Donnerstag.

Für den Umbau des Gebäude sind laut Medienberichten 25 Millionen Euro vorgesehen. Bestätigt wurde diese Summe bisher nicht.

Ab 2020 sollen sie gemeinsam an einem neuen Standort in Tempelhof sitzen. Das Spezialeinsatzkommando (SEK), das Mobile Einsatzkommando (MEK) und das Dezernat zur Bekämpfung des islamistischen Terrorismus sollen das frühere Reichspostzentralamt beziehen. Das berichteten die Berliner Morgenpost und der rbb am Donnerstag übereinstimmend.

Zusammenführen der Kräfte an einen Ort sei „einsatztaktisch sinnvoll“

Ein Sprecher der Innenverwaltung bestätigte die Pläne und erklärte, das Zusammenführen der Kräfte an einen Ort sei „einsatztaktisch sinnvoll“.

Damit werden Konsequenzen aus den Erfahrungen im Zusammenhang mit dem Terroranschlag auf den Weihnachtsmarkt an der Gedächtniskirche gezogen.

Verwaltung sieht Polizei gut gerüstet

An der Polizeiakademie Berlins gebe es zudem Seminare für Einsatz- sowie Leitungskräfte zu Anschlägen, Amokläufen und lebensbedrohlichen Lagen. Das erklärte ein Sprecher der Innenverwaltung.

An den mehrtägigen Kursen nehmen laut Verwaltung zum Teil auch Kräfte aus Sachsen, Sachsen-Anhalt, Thüringen und Brandenburg teil.

An der Berliner Polizeiakademie werden auch Einsatzkräfte aus anderen Bundesländern geschult. Quelle: dpa

Ein Terror-Warnstufen-System ist in Berlin aus Sicht der Innenverwaltung gegenwärtig nicht notwendig. Es gebe aber Gespräche für zusätzliche Verbreitungskanäle, um Einwohner bei Gefahrenlagen informieren zu können.

SPD-Politiker Schreiber hatte vorgeschlagen, dafür auch digitale Informations- und Werbeflächen mit Hinweisen zu bespielen.

Von MAZonline

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