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Berlin RE1 statt S7 – so läuft das Bahnchaos aus Berliner Sicht
Nachrichten Berlin RE1 statt S7 – so läuft das Bahnchaos aus Berliner Sicht
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10:09 15.03.2019
Der RE 1 verkehrt zwischen Frankfurt/Oder und Magdeburg über Berlin und Potsdam. Die Bahnverbindung gehört mit den vielen Pendlern zu den am besten ausgelasteten Strecken im Verkehrsverband Berlin-Brandenburg. Quelle: imago/Rainer Weisflog
Berlin/Potsdam

Seit Donnerstagabend gibt es im S-Bahnverkehr zwischen Potsdam und Berlin zahlreiche Streckensperrungen. Als Pendlerin aus Kreuzberg treffen mich gleich beide Einschränkungen auf den Linien 1 und 7: Normalerweise fahre ich um 8.25 Uhr mit der S1 von der Yorckstraße bis Wannsee und nehme von dort die S7 nach Babelsberg. Von dort radle ich dann zur MAZ-Redaktion.

Mit dem Ersatzverkehr müsste ich am Schlachtensee in den Bus zum Wannsee umsteigen und dort in den nächsten Richtung Potsdam. Wer weiß, vielleicht wäre das die bessere Alternative gewesen - immerhin hätte ich dann auch viel Wasser und Grün gesehen. Stattdessen entscheide ich mich für die Variante U- und Regionalbahn, auch weil diese laut VBB-App nicht länger dauert als meine gewohnte Route. Das Fahrrad habe ich vorsorglich schon am Vortag am Potsdamer Hbf abgestellt.

U7 nach Charlottenburg ist völlig überfüllt

Laut VBB-Empfehlung soll ich um 8.31 Uhr von der Yorckstraße die U7 bis zur Wilmersdorfer Straße nehmen und dort am Bahnhof Charlottenburg in den RE1 (Abfahrt 8.51 Uhr) umsteigen. Ich komme extra schon um 8.25 Uhr zum U-Bahnhof, um mehr Zeit zum Umsteigen zu haben, denn der Regionalbahnhof in Charlottenburg ist weiter vom U-Bahnhof entfernt als der S-Bahnhof.

Leider geht der Plan nicht auf: Die nächste U-Bahn an der Yorckstraße kommt laut Anzeige erst in neun Minuten. Abfahrt um 8.31 Uhr oder gar eine Bahn früher – Fehlanzeige. Damit ist klar, dass ich den Anschluss zum Regionalexpress verpassen werde. Als die U7 dann endlich kommt, ist sie so voll, dass ich sie fahren lassen muss. Auch die nächste, zwei Minuten später, ist völlig überfüllt, doch ich quetsche mich rein, weil ich danach wieder acht Minuten warten müsste.

In Charlottenburg angekommen habe ich nun trotzdem noch Zeit, weil der nächste RE1 erst um 8.21 Uhr fährt. Immerhin, meine Befürchtung, dass ich auch hier wegen Überfüllung nicht einsteigen kann, erfüllt sich nicht: Der Zug nach Potsdam ist – im Gegensatz zu dem in die andere Richtung – angenehm leer. Vielleicht wäre das eine halbe Stunde früher noch anders gewesen.

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Von Maike Schultz

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