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Berlin Schlange stehen vor Rammsteins erstem Fanshop
Nachrichten Berlin Schlange stehen vor Rammsteins erstem Fanshop
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00:20 05.12.2018
Der Fanshop hat nur an einigen Sonnabenden geöffnet – der Andrang ist groß.
Berlin

Berlin-Wilhelmsruh an einem Sonnabendmorgen, der Pankower Ortsteil liegt noch in den Kojen. Eine Gassi-Gängerin schimpft mit ihrem Hund, der Rest scheint sich hinter verschlossenen Türen der Lethargie des Wochenendes hinzugeben. In ganz Wilhelmsruh? Nein. Vor einem durch ein Tor abgetrennten Gewerbegebiet konkurrieren Autofahrer um die letzten Parklücken. Aus einer Currywurst-Bude dröhnen harte Gitarrenriffs, davor formieren sich Menschen zu einer zig Meter langen Schlange, die in ein hellrotes Backsteingebäude führt. Dort liegt der weltweit erste Rammstein-Fanshop, der vor Kurzem eröffnet hat und nun als „Pop-up-Store“ an ausgewählten Tagen für Fans aus aller Welt öffnet. Das nächste Mal am 8. und 15. Dezember, dann erst wieder am 19. Januar.

Nächstes Rammstein-Album nach zehn Jahren Pause

Fans drängeln sich auf zwei kleinen Etagen, die vom Rest der sanierten Industriehalle abgetrennt sind. Vom Aschenbecher bis zum Zollstock: Das Rammstein-Logo ist allgegenwärtig. Aus den Boxen schallt Till Lindemanns Stimme im Techno-Remix. „Schnaps im Kopf, du holde Braut / Steck Bratwurst in dein Sauerkraut.“ Eine muskulöse Männerpuppe trägt eine blutrot verschmierte Kochmütze und eine Grillschürze mit „Mein Teil“-Aufdruck. Auch sonst liegt allerlei Krams mit kreativen Songtitel-Aufschriften in den Regalen. „Bück Dich“, steht auf der Seife. „Ich will!“, steht auf dem Lätzchen. Und die Flasche Rosé heißt schlicht „Rosenrot“.

„Niemand hat diese Kraft, die Rammstein hat.“

Die nicht zum Verkauf gedachten Ausstellungsstücke auf der oberen Etage – unter anderem eine Sprengstoffweste und Leuchtpimmel – wirken bedrohlich bis belustigend. Vielleicht der Anfang eines Rammstein-Museums? Die Französin Emma Wolff würde es sofort besuchen. Sie steht draußen, hält die schwarzen Einkaufstüten hoch wie Trophäen. „Ich liebe deutschen Expressionismus“, sagt die Kunstlehrerin. „Niemand hat diese Kraft, die Rammstein hat.“ Sie schiebt die Mütze hoch, zeigt die mit scharfen Kanten geschnittene Bubikopf-Frisur, die sie als Hommage an den Bauhaus-Stil der Weimarer Republik versteht. Sie trägt eine Prothese am Bein, hat letzte Nacht nicht geschlafen und mit dem Bus von Paris nach Berlin zwölf Stunden gebraucht. Und jetzt – nie wieder? „Doch, zum Konzert im Olympiastadion komme ich zurück.“

Niemand hat diese Kraft, die Rammstein hat“: Emma Wolff ist extra aus Paris nach Wilhelmsruh gekommen. Quelle: Wojach

Unter den Fans sind auch Musiker, die die Songs und Show-Effekte von Rammstein nachahmen. Bora Öksüz aus Nürnberg, Bassist der Band Stahlzeit, trägt zwei ausgemusterte Lampen, die er für je zehn Euro ergattert hat. Er wird die ersten Youtube-Videos der neuen Show immer wieder anschauen. „Wir müssen bis ins kleinste Detail gehen und lassen uns die Kleidung maßschneidern.“ Boris Delic, der Sänger der Tribute-Band Feuerengel, hat den Laden vor mehreren Wochen besucht, jetzt blickt er vorfreudig, aber mit Respekt auf die bislang größte Rammstein-Tour. „Die neue Pyro-Show und die Kulisse werden, da sie im Stadion spielen, groß und gewaltig, aber wir haben in den letzten 21 Jahren immer irgendwie die Sachen, die wir wollten, umsetzen können.“ Feuerengel sind auch schon in Anwesenheit der Rammstein-Mitglieder aufgetreten. Und, gab’s Show-Tipps? „Als ich das letzte Mal mit Paul Landers, dem Gitarristen, gesprochen habe, ging es eher um die Geburt meines Sohnes und wie das Leben mit Kind nun ist.“

Von Maurice Wojach

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