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Berlin Schulleiterin: Tote Schülerin (11) kein Mobbing-Opfer
Nachrichten Berlin Schulleiterin: Tote Schülerin (11) kein Mobbing-Opfer
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17:38 28.02.2019
Stofftiere, Blumen und Kerzen erinnern an den Tod der elfjährigen Grundschülerin. Quelle: Foto: Paul Zinken/dpa
Berlin

Der Tod einer elfjährigen Schülerin Ende Januar in Berlin geht nach Angaben der Schulleiterin nicht auf Mobbing zurück. „Die Schülerin, die verstorben ist, war kein Mobbing-Opfer“, sagte Daniela Walter am Donnerstag bei einer Anhörung zum Thema Mobbing im Bildungsausschuss des Abgeordnetenhauses.

Sie habe nach dem Tod des Kindes in einem Krankenhaus von Anfang an mit den Eltern in engem Kontakt gestanden, berichtete Walter. Sie betonte zudem, die Familie des Mädchens habe bis heute nichts zur Todesursache gesagt. Am Donnerstag sei das Kind beigesetzt worden.

Tod des Mädchens löst breite Debatte aus

Der Tod des Mädchens, das die Hausotter-Grundschule in Reinickendorf besuchte, war Anfang Februar bekanntgeworden. Er hatte viele Menschen erschüttert und eine breite Debatte über das Thema ausgelöst. Medien gingen der Frage nach, ob Mobbing an ihrer Schule zu einem Suizidversuch der Grundschülerin geführt haben könnte. Elternvertreter berichteten in Medien von einem Mobbing-Problem an der Schule.

Mehr lesen: Tod einer Grundschülerin: Staatsanwaltschaft gibt Obduktionsergebnis bekannt

Noch keine gesicherten Angaben zur Todesursache

Eine offizielle Bestätigung der Todesursache sowie gesicherte Informationen zu möglichen Hintergründen gibt es bis heute nicht. Nach Angaben der Staatsanwaltschaft, die wie in solchen Fällen üblich ein Todesermittlungsverfahren führt, ergab die Obduktion keine Hinweise auf Gewalteinwirkung durch Dritte.

Experten: Hemmschwelle fürs Mobbing sehr niedrig

Auch die Expertenanhörung im Abgeordnetenhaus ist eine Reaktion auf die Vorgänge. Mehrere Fachleute aus Wissenschaft und Beratungsstellen machten dabei deutlich, dass Mobbing an Schulen oft vorkommt. Die Vorsitzende des Landesschülerausschusses, Eileen Hoger, sagte: „Mobbing ist an den Schulen ein tagtägliches Phänomen.“ Die Hemmschwelle sei unter anderem aufgrund der sozialen Medien gesunken. Vielfach werde das Problem nicht offen angesprochen.

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„Das Thema Gewalt an Berliner Schulen ist für uns ein sehr relevantes Thema“, versicherte Bildungssenatorin Sandra Scheeres (SPD). Mobbing sei eine schlimme Form von Gewalt, verbunden mit seelischen oder körperlichen Verletzungen. Dem müsse man konsequent entgegengetreten. Der Senat habe dazu in der Vergangenheit auch einiges angeschoben. Als Beispiele nannte sie Beratungsstellen und die Einstellung von 500 Schulsozialarbeitern.

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Senat kündigt neues Maßnahmenpaket

Am Mittwoch hatte Scheeres ein weiteres Maßnahmepaket angekündigt. Unter anderem will sie einen Schüler als eine Art Anti-Mobbing- Beauftragten benennen. Geplant seien zudem verpflichtende Fortbildungen für Schulleitungen, eine Überarbeitung des Meldeverfahrens für Gewalt- und Mobbingvorfälle und ein Ausbau der Anti-Mobbing-Kurse für Eltern und pädagogisches Personal.

Die CDU warf dem Senat hingegen Versäumnisse im Hinblick auf das Problem vor. „Hier wird eben nicht alles getan“, kritisierte die CDU-Bildungspolitikerin Hildegard Bentele. So gebe es keine vernünftige Meldestruktur.

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Haben Sie Suizidgedanken? Dann wenden Sie sich bitte an folgende Rufnummern:

(Telefon-Hotline (kostenfrei, 24 h), auch Auskunft über lokale Hilfsdienste:

0800/111 0 111 (ev.)

0800/111 0 222 (rk.)

0800/111 0 333 (für Kinder / Jugendliche)

E-Mail: unter www.telefonseelsorge.de

Von MAZab