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Staatsschutz ermittelt wegen geklauter Stolpersteine

Berlin-Neukölln Staatsschutz ermittelt wegen geklauter Stolpersteine

Unbekannte haben in mehreren Straßenzügen in Neukölln sogenannte Stolpersteine geklaut. Seit 1996 gibt es diese metallischen Steine in Berlins Straßen. Von den geklauten Steinen fehlt bisher jede Spur. Jetzt ermittelt der Staatsschutz.

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Unbekannte haben Stolpersteine aus dem Boden gehoben.

Quelle: Marcus J. Pfeiffer

Berlin. Nach dem Diebstahl mehrerer „Stolpersteine“ in Berlin-Neukölln ermittelt der Staatsschutz. Es werde ein politischer Hintergrund vermutet, sagte ein Polizeisprecher am Dienstag. Eine Spur zu den Steinen gebe es nicht. Am Montag waren in Neukölln und Britz eine Reihe von „Stolpersteinen“ ausgegraben und entwendet worden, die mit den Namen von dort einst wohnenden NS-Opfern an den Holocaust erinnern. Sieben Steien wurden allein in der Britzer Hufeisen-Siedlung mitgenommen. Sie war schon oft Ziel rechtsextremer Aktionen.

Schon mehrere Steine geklaut

Der Initiator der „Stolpersteine“, Gunter Demnig, sagte auf Anfrage, von den bisher weltweit rund 63 000 verlegten Steinen seien rund 600 gestohlen worden. Er gehe von rechtsextremistischen Tätern aus, wie es beispielsweise 2012 in Greifswald geschah.

Damals waren in der Nacht zum 9. November, dem Gedenktag an die Pogromnacht von 1938, in der Hansestadt zwölf Stolpersteine aus dem Boden gehebelt worden. An Metalldiebe wolle er auch im Berliner Fall nicht glauben: „Das Blech kostet gerade mal zehn Cent“, sagte Demnig. Er wolle sich bemühen, die Steine wieder schnell zu ersetzen.

Die kleinen glänzenden Metallsteine sind an vielen Orten in den Bürgersteigbelag eingesetzt, direkt vor Häusern, in denen die Menschen gewohnt haben.

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Von MAZonline

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