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Nach Streit mit Obdachlosen steht Schlafsack in Flammen

Berlin Nach Streit mit Obdachlosen steht Schlafsack in Flammen

Am Berliner S-Bahnhof Neukölln hatten Obdachlose in der Nacht Schutz vor der Kälte gesucht. Einem Passanten passte das offenbar nicht: Er geriet mit den zwei Männern in Streit. Kurz darauf standen ein Schlafsack und eine Jacke in Flammen. Der Vorfall weckt böse Erinnerungen.

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Das Feuer fand im Vorraum des S-Bahnhofs Neukölln statt.

Quelle: Morris Pudwell

Berlin. Draußen herrschten minus vier Grad. Zwei Obdachlose suchten deshalb in der Nacht zum Dienstag im S-Bahnhof Neukölln Schutz vor der Kälte. Gegen 2.30 Uhr stand in der Haupthalle plötzlich ein aggressiver Mann vor ihnen und forderte die Männer auf, den Bahnhof zu verlassen. Die beiden 22- und 33-jährigen Männer blieben jedoch im Bahnhof und ließen sich nieder.

Kurze Zeit später, gegen 2:45 Uhr, setzte eine unbekannte Person herrenlose Bekleidungsgegenstände und einen Schlafsack in Brand, welche sich mehrere Meter entfernt von den Männern befanden. Die Person verließ danach unerkannt den Bahnhof. Einer der Obdachlosen versuchte daraufhin, die in Brand geratenen Gegenstände zu löschen und zog sie aus der Bahnhofshalle heraus. Alarmierte Einsatzkräfte der Feuerwehr löschten den Brand kurz darauf. Durch das Feuer wurde niemand verletzt.

Überreste des Schlafsacks und der Jacke liegen vor dem S-Bahnhof Neukölln

Überreste des Schlafsacks und der Jacke liegen vor dem S-Bahnhof Neukölln.

Quelle: Morris Pudwell

Die Bundespolizei leitete ein Ermittlungsverfahren wegen Sachbeschädigung ein und befragte die beiden Zeugen zum Sachverhalt. Die Obdachlosen standen sichtlich unter Schock nud suchten sich anschließend einen neuen Schlafplatz.

Ob es sich bei den unbekannten Personen um ein und dieselbe Person handelt, ist derzeit Gegenstand der Ermittlungen. Die angezündeten Gegenstände konnten letztlich keinem Eigentümer zugeordnet werden*.

Obdachlose immer häufiger zum Ziel brutaler Angriffe

Der Vorfall weckt böse Erinnerungen: Eine Gruppe junger Männer hatte in der Weihnachtsnacht 2016 am U-Bahnhof Schönleinstraße ein Feuer neben einem schlafenden Obdachlosen entzündet. Fahrgäste löschten die Flammen, der Mann blieb unverletzt. Die Tat löste bundesweites Entsetzen aus. Der Haupttäter wurde im Juni 2017 wegen versuchter gefährlicher Körperverletzung zu zwei Jahren und neun Monaten verurteilt. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Im Sommer 2017 hatte ein Mann den Schlafsack eines Obdachlosen vor einem Supermarkt in Berlin-Friedrichshain angezündet. Das gesamte Hab und Gut des Wohnungslosen ging dabei in Flammen auf.

Auch in anderen deutschen Städten gab es ähnliche Vorfälle. So wurde im April 2017 in Hamburg der Schlafsack eines 49 Jahre alten Obdachlosen unter freiem Himmel angezündet. Im vergangenen November zündeten zwei Männer die Habseligkeiten eines schlafenden Obdachlosen am Münchner Hauptbahnhof an. Und in der Nacht zum 31. Januar 2017 wurden zwei Obdachlose auf einem Parkdeck an den Landungsbrücken in Hamburg Opfer eines Brandanschlags. Die 32 und 43 Jahre alten Männer erlitten großflächige Verbrennungen.

*In einer früheren Version hieß es, der Unbekannte hätte den Schlafsack der beiden Obdachlosen angezündet. Dies konnte die Bundespolizei auf Nachfrage nicht bestätigen.

Von MAZonline

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