Menü
Märkische Allgemeine | Ihre Zeitung aus Brandenburg
Anmelden
Berlin Kein Neubau für Regierungsterminal?
Nachrichten Berlin Kein Neubau für Regierungsterminal?
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
00:24 11.04.2019
Könnte eine Dauerlösung werden: Das bestehende Regierungsterminal am Flughafen BER in Schönefeld (Dahme-Spreewald). Quelle: Günter Wicker
Schönefeld

In der Debatte über den millionenschweren Neubau eines Regierungsterminals am künftigen Hauptstadtflughafen in Schönefeld (Dahme-Spreewald) gibt es einen Kompromissvorschlag. Bei dieser Variante wäre ein neues Abfertigungsgebäude nicht zwingend notwendig und es gäbe genug Stellplätze für die Flugzeuge der Staatsgäste und der Flugbereitschaft. Flughafenchef Engelbert Lütke Daldrup soll das Konzept im Aufsichtsrat zur Diskussion gestellt haben.

Flughafen will auf Neubau verzichten

Der Geschäftsführer sieht mehrere Vorteile: weniger Termindruck, weniger komplexe Bauvorhaben und eine Kostenersparnis von 75 Millionen Euro. Das Bundesfinanzministerium wollte sich dazu nicht äußern; dessen Staatssekretär Werner Gatzer sitzt im Aufsichtsrat. Die Gespräche des Kontrollgremiums seien vertraulich, hieß es zur Begründung.

Offiziell hält der Bund daran fest, dass am künftigen Hauptstadtflughafen ein repräsentatives Terminal für Regierung und Staatsgäste gebaut wird, eine „Visitenkarte der Bundesrepublik Deutschland“. Die Gesamtkosten werden bei mindestens 344 Millionen Euro liegen.

Berlin und Brandenburg schlagen vor, stattdessen ein bestehendes Abfertigungsgebäude zu nutzen. Es wurde als Übergangslösung für die Regierung im Herbst für 70 Millionen Euro fertiggestellt. Der Bund will es vom geplanten BER-Start 2020 an für fünf Jahre nutzen. Dann soll auf einem Standort nebenan das endgültige Regierungsterminal fertig sein. Dessen Baubeginn verzögert sich wegen der Probleme rund um den BER.

Zwischenlösung könnte Dauerlösung werden

Der Alternativvorschlag, den Lütke Daldrup in der November-Sitzung dem Aufsichtsrat mit dem Vermerk „streng vertraulich“ präsentierte, verbindet beide Konzepte: Das als Zwischenlösung gebaute Interimsterminal könnte zur Dauerlösung werden, aber der Standort nebenan würde zu einem großen Teil auch genutzt – für Hangars der Flugbereitschaft und Parkplätze für ihre Flugzeuge. Für den repräsentativen Neubau gäbe es Platz, er könnte aber auch entfallen.

Das gäbe dem Flughafen den nötigen Raum auf dem Vorfeld, das alte Schönefelder Passagierterminal über 2025 hinaus zu betreiben, sollte der BER für die wachsenden Fluggastzahlen nicht reichen. Das Bundesbauministerium geht bisher davon aus, dass ohne einen Neubau des Regierungsterminals mit dem zugehörigen Vorfeld die Flugbereitschaft nicht von Köln-Wahn nach Schönefeld umziehen kann.

Von Burkhard Fraune

In Brandenburg und Berlin wird es starke klimatische Veränderungen geben. Das berichtete der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB). Die Klimaberechnungen des Deutschen Wetterdienstes und des Landesamtes für Umwelt sagen einen massiven Temperaturanstieg bis zum Jahrhundertende voraus.

08.04.2019

Bauarbeiten und kein Ende: Diesmal sind die Fahrgäste auf sieben Linien der Ringbahn betroffen.

08.04.2019

Fahrgäste der Berliner S-Bahn müssen auf der Ringbahn wegen Bauarbeiten mehr Zeit einplanen. Betroffen sind die Linien S41, S42, S8, S85. Statt Bahnen fahren Busse.

07.04.2019