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Berlin Tausende demonstrieren für sichere Fluchtrouten
Nachrichten Berlin Tausende demonstrieren für sichere Fluchtrouten
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15:47 08.07.2018
Tausende Menschen demonstrierten am Samstag in Berlin für die Seenotrettung von Flüchtlingen im Mittelmeer Alexanderplatz zum Regierungsviertel in Berlin-Mitte. Quelle: epd
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Berlin

Mehrere Tausend Menschen haben am Samstag in Berlin-Mitte für sichere Flüchtlingsrouten und gegen eine Kriminalisierung der Seenotrettung im Mittelmeer demonstriert.

„Wir hatten 700 Teilnehmer angemeldet. Es sind aber deutlich mehr gekommen“, sagte Timo Fischer von der Organisation „Seebrücke“. Der Demonstrationszug zog vom Alexanderplatz zum Kanzleramt.

Bundesweite Demonstrationen

Viele Demonstranten trugen orange Kleidung als Zeichen der Solidarität mit den Seenotrettern. Auf Transparenten wurden Slogans gezeigt wie „Stoppt das Sterben im Mittelmeer“, „Stell dir vor, in den Boten säße deine Familie“ und „Seebrücke statt Seehofer“. Manche hielten Rettungswesten anstelle von Plakaten in die Luft. Andere hatten goldene Wärmedecken zu Flaggen umgebaut.

Am Samstag haben in Berlin mehrere Tausend Menschen für sichere Fluchtrouten und gegen die Kriminalisierung der Seenotrettung demonstriert.

Es entstehe der Eindruck, die EU wolle „mit allen Mitteln“ die Seenotrettung abschaffen, sagte Fischer. „Wir zeigen Flagge dagegen.“ In acht Metropolen, darunter auch Leipzig, Bremen und Frankfurt am Main, liefen zeitgleich Demonstrationen.

Die internationale Bewegung „Seebrücke“ entstand als Reaktion auf die Vorkommnisse um das Rettungsschiff „Lifeline“. Es trieb im Juni tagelang mit mehr als 200 aus Seenot geretteten Menschen im Mittelmeer, ohne eine Erlaubnis zum Anlegen.

Warnung vor neuer Hauptroute für Migranten

Der Chef der europäischen Grenzschutzagentur Frontex, Fabrice Leggeri, warnte unterdessen vor dem Entstehen einer neuen Hauptroute für Migranten nach Europa.

Sie führt von Marokko über das westliche Mittelmeer nach Spanien. „Wenn Sie mich fragen, was meine größte Sorge derzeit ist: Dann sage ich Spanien“, sagte der Franzose der „Welt am Sonntag“.

Schlepper schlagen demnach Migranten im Transitland Niger seit kurzem verstärkt vor, die westliche Route über Marokko statt über Libyen nach Europa zu nehmen. Grund sei der harte Kurs der neuen italienischen Regierung in der Flüchtlingspolitik.

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Von MAZonline/dpa

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