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Berlin US-Spionagestation am Teufelsberg soll unter Denkmalschutz
Nachrichten Berlin US-Spionagestation am Teufelsberg soll unter Denkmalschutz
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10:32 23.09.2018
Der Turm der ehemaligen Abhörstation auf dem Teufelsberg in Berlin. Quelle: dpa/Skolimowska
Berlin

Die ehemalige Abhörstation der West-Alliierten auf dem Berliner Teufelsberg soll unter Denkmalschutz gestellt werden. Ein Sprecher der Senatskulturverwaltung sagte auf dpa-Anfrage, die Anlage sei geprüft worden und weise alle Kennzeichen eines Denkmals auf. „Wir versuchen, sie noch in diesem Jahr auf die Liste zu bekommen.“ Allerdings seien noch nicht alle Verfahrensschritte abgeschlossen.

Abhörstation auf dem Teufelsberg

Der Teufelsberg, ein 120 Meter hoher Hügel im Westen der Stadt, besteht aus Schutt und Trümmern des Zweiten Weltkrieges. Ausgerechnet dort installierten die siegreichen Westmächte in den 50er Jahren eine gigantische Abhöranlage, mit der sie den Funkverkehr der Warschauer-Pakt-Staaten abfingen.

Der Teufelsberg, ein 120 Meter hoher Hügel im Westen der Stadt, besteht aus Schutt und Trümmern des Zweiten Weltkrieges. Ausgerechnet dort installierten die siegreichen Westmächte in den 50er Jahren eine gigantische Abhöranlage, mit der sie den Funkverkehr der Warschauer-Pakt-Staaten abfingen.

Nach dem Abzug von Amerikanern und Briten 1991 wurden die vier riesigen Antennenkuppeln zunächst noch zur zivilen Luftüberwachung genutzt, danach verfielen die Gebäude zunehmend. Ein zwischenzeitlicher Anlauf scheiterte, das 48 000 Quadratmeter große Gelände in ein lukratives Freizeitareal mit Hotels und Luxuswohnungen zu verwandeln.

Privater Pächter auf dem Teufelsberg

Seit 2015 versucht ein privater Pächter, Struktur und Ordnung in das wüst-verwunschene Areal zu bringen. Er will dort eine Art Künstlerkolonie entwickeln. Größte Attraktion für die Besucher ist bisher neben dem spektakulären 360-Grad-Blick über die Stadt die Graffiti-Galerie im Hauptgebäude, in der unzählige Streetart-Künstler ihre Werke hinterlassen haben.

Rund 25 000 Besucher kommen im Jahr, der Eintritt kostet acht Euro. Es gibt historische Führungen und stille Begehungen, Yoga, Musik und Theater. Zudem wird das spukige Gelände als Filmkulisse vermietet - etwa für den ZDF-Dreiteiler „Der gleiche Himmel“.

Teufelsberg unter Denkmalschutz? Pächter ist skeptisch

Pächter Marvin Schütte sieht den künftigen Denkmalschutz mit gemischten Gefühlen. Für alle Erhaltungs- und Verbesserungsmaßnahmen sei dann ein großer bürokratischer Apparat nötig, andererseits tue der Schutz dem Gelände gut, sagt er. „Wir machen weiter! Wir sind offen gegenüber jeder weiterführenden Unterstützung, die dem Ort und Berlin zugute kommen.“

Von MAZonline

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