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Berlin Warnstreik legt BVG am Montag lahm
Nachrichten Berlin Warnstreik legt BVG am Montag lahm
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21:52 28.03.2019
Eine U-Bahn fährt unter einem Schild mit der Aufschrift «BVG» vorbei. Quelle: Daniel Naupold/dpa
Berlin

Die Fahrgäste der Berliner Verkehrsbetriebe (BVG) müssen sich auf einen weiteren Warnstreik einstellen. An diesem Montag sollen sämtliche Beschäftigte ganztägig die Arbeit niederlegen. Dazu rief die Gewerkschaft Verdi am Donnerstagabend auf. Damit dürften weder U-Bahnen noch Straßenbahnen sowie nur wenige Busse fahren. Die S-Bahn ist nicht betroffen.

Es ist der dritte und härteste Warnstreik in der laufenden Tarifrunde. Dabei geht es um rund 14 500 Beschäftigte bei dem Landesunternehmen und seiner Tochter Berlin Transport. Die BVG ist Deutschlands größtes kommunales Nahverkehrsunternehmen. Täglich zählt sie rund 2,9 Millionen Fahrgäste.

Die Verdi-Tarifkommission lehnte am Abend ein verbessertes Angebot der Arbeitgeberseite ab. „Leider profitieren längst nicht alle Beschäftigten von den Erhöhungsschritten, die die Arbeitgeber beabsichtigten“, erklärte Verdi-Verhandlungsführer Jeremy Arndt. Eine Spaltung der Belegschaft lehne die Gewerkschaft ab.

Volumen auf 90 Millionen erhöht

Der Kommunale Arbeitgeberverband (KAV) hatte sein Angebot zuvor nach eigenen Angaben um zehn Millionen Euro aufgestockt und das Volumen so auf 90 Millionen Euro erhöht. Durchschnittlich entspreche der Vorschlag einer Gehaltssteigerung von 450 Euro monatlich je Mitarbeiter.

In den Verhandlungen geht es sowohl um dem Manteltarif als auch um den Entgelttarifvertrag. Verdi verlangt einen Wegfall der unteren Lohngruppen und schnellere Gehaltssprünge, außerdem Weihnachtsgeld auch für Neulinge.

Im Zentrum hatte in den vorherigen Verhandlungsrunden aber die Forderung der Gewerkschaften Verdi und Beamtenbund nach einer 36,5-Stunden-Arbeitswoche bei vollem Lohnausgleich für alle Beschäftigten gestanden. Heute muss knapp die Hälfte der Beschäftigten des Landesunternehmens 39 Stunden pro Woche arbeiten.

Forderung als unerfüllbar zurückgewiesen

Weder Arbeitgeber noch Gewerkschaft thematisierten dies aber in ihren Erklärungen vom Donnerstag explizit. Der KAV hatte die Forderung stets als unerfüllbar zurückgewiesen: Dafür seien 500 neue Fahrer notwendig, die schlicht nicht zu finden seien.

Verdi-Verhandlungsführer Jeremy Arndt sagte, man kündige den Warnstreik frühzeitig an, um die Bürger nicht zu stark zu belasten. Auch beim ersten Warnstreik dieser Tarifrunde hatte es mehrere Tage Vorlauf gegeben. Ein großflächiges Chaos blieb aus. Der zweite Ausstand betraf nur die Busfahrer.

Von RND/dpa

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