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Vor GroKo-Votum: Eintrittswelle bei der SPD

Verhandlungen zu Großer Koalition Vor GroKo-Votum: Eintrittswelle bei der SPD

Seit Jahresanfang ist die Brandenburger SPD um mehr als 400 Personen gewachsen. Wer bis zum Dienstagabend eingetragenes Mitglied ist, kann beim SPD-Mitgliederentscheid über eine große Koalition mit CDU und CSU abstimmen. In Berlin sind sogar noch mehr Menschen eingetreten.

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Seit Anfang Januar verzeichnet die SPD Berlin einen großen Zuwachs an neuen Mitgliedern. Mehr als 1000 sollen es nach Angaben des Landesverbandes mittlerweile sein.

Quelle: dpa

Berlin. Vor dem geplanten Mitgliedervotum über eine Neuauflage der großen Koalition im Bund hat die SPD in Brandenburg eine Eintrittswelle verzeichnet. Seit Jahresbeginn seien 431 neue Mitglieder hinzugekommen, sagte Landesgeneralsekretär Erik Stohn am Dienstag. Er zeigte sich zuversichtlich, dass diese Marke noch bis zum Abend geknackt werde.

Widerstände in der SPD gegen GroKo-Neuauflage

Wer bis 18.00 Uhr im SPD-Mitgliederverzeichnis steht, soll wie alle anderen Parteimitglieder über einen Koalitionsvertrag mit CDU und CSU abstimmen dürfen. Der Brandenburger Landesverband habe dank der Neueintritte nun rund 6750 Mitglieder, sagte Stohn. Die Menschen wollten mitentscheiden sowie die SPD und die Demokratie unterstützen. Unter den neuen Sozialdemokraten seien alle Alters- und Berufsgruppen vertreten - bei weitem nicht nur Jusos, meinte der Landespolitiker.

Die Jugendorganisation der Partei zählt zu den größten Gegnern einer erneuten „GroKo“. In den vergangenen Wochen hatte der Slogan „Tritt ein, sag nein!“ die Runde gemacht.

Bereits vor der jüngsten großen Koalition hatte die SPD zunächst ihre Mitglieder befragt, was auch 2013 zu einer Eintrittswelle geführt hatte. Etwa 90 Prozent der neuen Mitglieder seien damals geblieben, sagte Brandenburgs Generalsekretär.

Berliner SPD verzeichnet ebenfalls mehr Mitglieder

Auch in der Bundeshauptstadt gab es eine Flut von Einstiegsanträgen. Seit Jahresanfang seien 2290 Berliner SPD-Mitglieder geworden, teilte Landesgeschäftsführerin Anett Seltz am Dienstagabend mit. Das bedeutet, dass die Hauptstadt-SPD die Schwelle von 20 000 Mitgliedern deutlich überschritten hat.

In der Berliner SPD gibt es viele Widerstände gegen eine Neuauflage der GroKo. Der Landesvorstand hatte sich am 15. Januar mit großer Mehrheit gegen Koalitionsverhandlungen ausgesprochen - gegen das Votum von Partei- und Regierungschef Michael Müller.

Speerspitze der GroKo-Gegner sind auch in Berlin die Jusos. Sie zählten nach eigenen Angaben seit 1. Januar rund 840 Neumitglieder, von denen fast alle auch in die SPD eingetreten seien.

Bundesweit über 20 000 Neumitglieder

Bundesweit hat die SPD seit Jahresbeginn 24 339 Neumitglieder gewonnen. Damit dürfen nun 463 723 Sozialdemokraten darüber entscheiden, ob eine neue große Koalition zustande kommt, wie SPD-Generalsekretär Lars Klingbeil am Dienstagabend bei Twitter mitteilte.

Von MAZonline

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