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Alarm in Mexiko: Supersturm "Patricia" zieht auf Küste zu

Unwetter Alarm in Mexiko: Supersturm "Patricia" zieht auf Küste zu

An der Küste von Mexiko bereiten sich die Menschen auf das Schlimmste vor. Der stärkste Wirbelsturm seit Beginn der Aufzeichnungen dürfte meterhohe Wellen und heftigen Regen bringen. Die Regierung ruft die Bevölkerung auf, die Gefahrenzone zu verlassen.

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«Patricia» nimmt Kurs auf den Südwesten von Mexiko. Der Hurrikan erreicht Windgeschwindigkeiten von bis zu 260 Kilometer pro Stunde.

Quelle: EPA/NOAA

Manzanillo. Auf Mexiko zieht der wohl bisher schwerste Hurrikan zu. Wirbelsturm "Patricia" erreichte die höchste Kategorie 5 und näherte sich der Küste des Bundesstaats Jalisco im Westen des Landes.

Der Hurrikan erreichte in den Böen Windgeschwindigkeiten von bis zu 400 Kilometer pro Stunde, wie der mexikanische Wetterdienst mitteilte.

Der Sturm sollte am Nachmittag (Ortszeit; etwa 2300-0100 MESZ) bei Playa Pérula in Jalisco auf Land treffen. Die nächste größere Stadt ist Manzanillo im Bundesstaat Colima. Die Hafenstadt sei dem größten Risiko ausgesetzt, teilte der Wetterdienst mit.

Die Behörden riefen die Bevölkerung auf, sich in Sicherheit zu bringen. "Ein Hurrikan der Kategorie 5 kann Autos in die Luft heben und Menschen von der Straße fegen", sagte der Leiter des Wetterdienstes, Roberto Ramírez de la Parra. Kurz vor dem Auftreffen auf Land könnte "Patricia" sogar noch stärker werden.

"Wir erwarten, dass "Patricia" auch an Land ein extrem gefährlicher Hurrikan der Kategorie 5 bleiben wird", teilte das US-Hurrikan-Zentrum mit. Auf der sogenannten Saffir-Simpson-Skala für Hurrikane ist das die höchste Warnstufe.

Nach Einschätzung einiger Experten sei "Patricia" der bislang schwerste Hurrikan überhaupt, sagte Wetterdienstchef Ramírez. Das Nationale Hurrikan-Zentrum im US-Staat Florida bestätigte die Rekordmarke. Allerdings gehen die Aufzeichnungen für den östlichen Pazifik nur bis ins Jahr 1988 zurück. Erst dann sei die notwendige Satellitentechnik ausgereift genug gewesen, sagte ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur.

Die mexikanische Regierung rief für die Bundesstaaten Colima, Jalisco und Nayarit an der Pazifikküste den Notstand aus. Innenminister Miguel Ángel Osorio Chong sagte im Radio, die Menschen in Puerto Vallarta und Bahía de Banderas sollten sich in Sicherheit bringen und nicht an den Strand gehen. Die Flughäfen von Puerto Vallarta und Colima stellten den Betrieb ein.

Die Hotels in der Region bereiteten sich am Freitag auf die Ankunft des Sturms vor. "Wir haben genug Lebensmittel für die wenigen Gäste, die nicht abreisen wollen", sagte Mily Machuca vom Hotel Velas Vallarta der dpa. Im Konferenzzentrum des Hotels wurde eine Notherberge eingerichtet.

Auch die Bewohner und Geschäftsleute der Region trafen Vorsorge und verkleideten die Fenster ihrer Häuser mit Holzplatten. Der Chef des Zivilschutzes Luis Felipe Puente rief die Bevölkerung auf, lose Gegenstände zu sichern, die "sich in Geschosse verwandeln könnten".

Tourismusminister Enrique de la Madrid forderte die Menschen auf, die Gefahrenzone zu verlassen. "Das ist notwendig, aber es sollte mit Ruhe geschehen", sagte er im Fernsehen.

Der Wetterdienst warnte vor einem Anstieg des Wasserspiegels, der zu starken Überflutungen führen könnte. In mehreren Bundesstaaten wurde mit Niederschlägen von bis zu 500 Millimetern und bis zu acht Meter hohen Wellen gerechnet. Die Behörden warnten auch vor Erdrutschen.

dpa

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