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Attentäter von Las Vegas plante Tat akribisch

Sheriff gibt neue Details bekannt Attentäter von Las Vegas plante Tat akribisch

In seiner Suite entdeckt die Polizei 23 Schusswaffen, außerdem mehrere Überwachungskameras: Stephen Paddock überließ vor seinem Massenmord in Las Vegas nichts dem Zufall. Von der Aussage seiner Freundin erhoffen sich die Ermittler nun weitere wichtige Erkenntnisse.

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Sheriff Joseph Lombardo informiert auf einer Pressekonferenz über neue Details zu dem Massaker in Las Vegas, bei dem am Wochenende 59 Menschen getötet und mehr als 500 weitere verletzt wurden.
 

Quelle: AP

Las Vegas.  Der mutmaßliche Todesschütze von Las Vegas hatte seine Tat offenbar akribisch geplant. Er nehme an, dass Stephen Paddock Überwachungskameras innerhalb und außerhalb der Suite im 32. Stock des Hotels angebracht habe, sagte Sheriff Joseph Lombardo. Eine Kamera sei auf einem Esswagen des Zimmerservice vor dem Raum platziert worden. In den Tagen vor der Tat habe Paddock zudem 100.000 Dollar (etwa 85.000 Euro) auf die Philippinen überwiesen, teilte ein Mitarbeiter der Regierung mit. Am Mittwoch wird US-Präsident Donald Trump in Las Vegas erwartet.

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Es passierte während eines Konzerts des Countrysängers Jason Aldean am weltberühmten Strip in Las Vegas (Nevada): Plötzlich peitschten Salven aus einem Sturmgewehr durch die Nacht. Die Menschen rannten um ihr Leben.

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Ermittler untersuchten nach Angaben des Regierungsmitarbeiters Berichte, dass Paddock in den vergangenen Wochen rund 10.000 Dollar pro Tag verspielt habe. Das Motiv des mutmaßlichen Täters sei aber weiterhin unklar, sagte Sheriff Lombardo. Die Freundin Paddocks, Marilou Danley, die sich zuvor auf den Philippinen aufgehalten hatte und einen australischen Pass besitzt, traf am späten Dienstagabend in den USA ein. Sie wurde vom FBI am Flughafen erwartet.

Halb-automatische Waffen zu Automatischen umgebaut

Paddock habe den Flur vor seinem Zimmer im Mandalay Bay Hotel überwacht, erklärte Lombardo. Er nehme an, dass der Schütze sehen wollte, ob sich jemand seinem Zimmer näherte. Eine Kamera sei auch am Türspion angebracht gewesen. Einem Sicherheitsmann des Hotels, der sich am Sonntag dem Raum näherte als die tödlichen Schüsse auf die Menschen fielen, sei durch die geschlossene Tür ins Bein geschossen worden.

Infografik: Schusswaffenopfer in den USA  | Statista Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Der Fakt, dass Paddock die Menge an Waffen in seinem Raum hatte, lasse darauf schließen, dass die Tat genau geplant war. „Und ich bin mir ziemlich sicher, dass er alles, was er tat und seine Handlungen abschätzte“, so Lombardo. In dem Hotelzimmer waren 23 Schusswaffen gefunden worden, zudem Munition und Vorrichtungen, um eigentlich halb-automatische Waffen zu Automatischen umzubauen. Auch ein Computer wurde sichergestellt. In Paddocks Haus in Mesquite waren 19 Waffen, in seinem Haus in Reno sieben entdeckt worden.

Bodycam-Aufnahmen der Polizei veröffentlicht

Einen Eindruck von den dramatischen Momenten des Anschlags aus nächster Nähe vermitteln jetzt auch Bodycam-Aufnahmen der Polizei in Las Vegas. Deutlich zu hören ist das Dauerfeuer des Schützen Stephen Paddock, während viele Menschen hinter einer Mauer Schutz suchen.

Der 64-Jährige hatte am Sonntag von seinem Hotelzimmer aus auf Konzertbesucher geschossen und 59 Menschen getötet. Mehr als 500 weitere wurden verletzt. Nach Angaben von Krankenhausmitarbeitern befanden sich am Dienstagabend noch 50 Menschen in einem kritischen Zustand.

Von AP/RND

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