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Ein ganz normaler Jo-Jo-Sommer

Wetter Ein ganz normaler Jo-Jo-Sommer

Dieses Jahr ist Jo-Jo-Sommer: Ein paar Tage Regen, ein paar Tage Sonne und nach der Hitze immer wieder Blitze. Doch Sommer sieht nach Meinung vieler anders aus und schlägt so manchem aufs Gemüt. Dabei ist es ein ganz normaler mitteleuropäischer Sommer. Zumindest aus Sicht der Meteorologen.

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Quelle: dpa-Zentralbild

Karlsruhe. Ein paar Tage Regen, ein paar Tage Sonne und nach der Hitze immer wieder Blitze - Sommer sieht nach Meinung vieler anders aus. Dabei ist es ein ganz normaler mitteleuropäischer Sommer. Zumindest aus Sicht der Meteorologen. «Es ist regelmäßig unregelmäßig - wir haben eben einen unbeständigen Sommer», sagt Lars Kirchhübel, Meteorologe beim Deutschen Wetterdienst (DWD). Auf der Sonnenseite liegt bislang eindeutig der Norden Deutschlands. Auch wenn viele Betreiber von Biergärten und Schwimmbädern stöhnen - im langjährigen Mittel schneidet dieser Jo-Jo-Sommer gar nicht so schlecht ab.

Wetteraussichten für Brandenburg

Kap Arkona ist Sonnen-Spitzenreiter

Sonnen-Spitzenreiter ist das Kap Arkona auf der Insel Rügen mit 442 Sonnenstunden, dicht gefolgt von Hiddensee und Greifswald. «Wir sind zufrieden», sagt Marikke Behrens von der Kurverwaltung Binz auf Rügen. «Die Ostsee hat eine angenehme Badetemperatur, die Strände sind gut gefüllt. Wir hoffen, dass es weiterhin schön bleibt.» Von größeren Unwettern blieb der Ort bislang verschont.

Nur halb so viel Sonne hat dagegen laut Deutschem Wetterdienst der Ort Kall-Sistig in der Nord-Eifel (222 Stunden) abbekommen, auch der Feldberg im Schwarzwald war mit 255 Stunden nicht gerade von der Sonne verwöhnt. Das baden-württembergische Mühlacker kam immerhin auf 362 Sonnenstunden und lag damit bislang im Bereich eines durchschnittlichen Sommers, sagt DWD-Meteorologe Kirchhübel.

Deutschland hat dieses Jahr schon viele Gewitter und auch Unwetter erlebt

Deutschland hat dieses Jahr schon viele Gewitter und auch Unwetter erlebt.

Quelle: dpa

Mehr Regen als gewöhnlich

Der Juni und Juli (bis 21.7.) war dem DWD-Wetterexperten zufolge mit 16,9 Grad im Schnitt (mit Nächten) sogar um 0,7 Grad wärmer als das langjährige Mittel der Jahre 1961 bis 1990. Aber es gab mehr Regen: Obwohl erst die Hälfte des Sommers um ist, kam bis jetzt schon etwa zwei Drittel der Regenmenge herunter, die sonst im ganzen Sommer fällt. Wenn auch unterschiedlich in Deutschland verteilt: Besonders viel regnete es im Nordwesten um Münster herum, vergleichsweise trocken war es dagegen in Osthessen, Unterfranken und Westthüringen.

Für Schwimmbad-Betreiber gab es nur wenige Tage «gefühlten Sommer». Weil die Badegäste bei Regen und 18 Grad lieber ins Kino gehen und bei drohenden Gewittern sowieso fernbleiben, dürfte die Bilanz in den meisten der rund 3000 deutschen Freibädern entsprechend «schlecht» ausfallen, schätzt Joachim Heuser von der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen.

Sommer ist Ansichtssache

Und irgendwie ist Sommer Ansichtssache: «Manche Menschen wollen am liebsten sechs Wochen Sonne und 30 bis 40 Grad. Wer unter Hitze leidet, hat es dagegen lieber bewölkt», sagt Wettermann Kirchhübel.

Siebenschläfer „verhagelt“ den Sommer

Und wer ist schuld am Sommerwetter? Experten schmunzeln zwar über die Bauernregel, die da lautet: «Das Wetter am Siebenschläfer-Tag sieben Wochen bleiben mag.» Meteorologischen Statistiken zufolge treffen die Wettervorhersagen zum Siebenschläfer-Tag am 27. Juni zu 62 bis 70 Prozent zu. Auch dieses Jahr würde es mit dem Siebenschläfer «schon passen», räumt Kirchhübel ein. Aber er sagt auch: «Das Wetter ist einfach sehr variabel.»

Von Susanne Kupke

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