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Erhebliche Schäden nach Unwetter in Ostwestfalen

Unwetter Erhebliche Schäden nach Unwetter in Ostwestfalen

Innerhalb kurzer Zeit verteilen sich die Trümmer auf den Straßen. Ein Unwetter zieht über Minden hinweg, zerstört einige Häuser, deckt Dächer ab. War es ein Tornado? Meteorologen werten noch Daten aus.

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Ein Dachdecker entfernt auf einem abgedeckten Flachdach Teile eines umgestürzten Schornsteins.

Quelle: Oliver Krato

Minden. Dächer sind abgedeckt, Bäume umgestürzt, Keller vollgelaufen: Ein Unwetter hat in Ostwestfalen erheblichen Schaden angerichtet. Die Feuerwehr war im Kreis Minden-Lübbecke am Sonntagabend im Dauereinsatz.

Auch Anwohner halfen mit, die Straßen von etlichen umgeknickten Bäumen und abgebrochenen Ästen zu räumen. In Minden, Porta Westfalica, Bad Oeynhausen und Petershagen wütete das Unwetter nach Angaben der Einsatzkräfte besonders heftig.

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Abgeknickte Bäume und heruntergefallene Äste sind Zeugen des Unwetters in Porta Westfalica.

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Die Polizei sprach von einem Tornado, der einen Stadtteil von Minden heimsuchte. Meteorologen wollten sich am Montagmorgen hingegen zunächst noch nicht festlegen, ob es ein Wirbelsturm war. "Wir müssen noch einige Dinge analysieren, aber wir schließen das zumindest nicht aus", sagte eine Sprecherin des Deutschen Wetterdienstes (DWD) in Essen auf Anfrage. Es seien Orkanböen gemeldet worden, Hagelkörner von bis zu zwei Zentimetern Größe seien auf die Region niedergeprasselt. In Bad Salzuflen wurden in einer Stunde 17 Millimeter Niederschlag pro Quadratmeter gemessen.

Tornados sind Wirbelstürme, die bei großen Temperaturunterschieden über dem Festland entstehen. Durch Warmluft entsteht eine rotierende Bewegung in einer Wolke. Der Unterdruck im Zentrum des Tornados erzeugt einen Sog und reißt alles in die Höhe.

Auf den Straßen der Region standen demolierte Autos. In Porta Westfalica stürzte ein Rollerfahrer über einen herausgespülten Gullydeckel. Der Mann kam schwer verletzt in eine Klinik. Im Kreis Paderborn wurde eine Windkraftanlage von dem Unwetter regelrecht zerlegt. Trümmerteile seien bis zu 250 Meter weit geschleudert worden und steckten in einem Feld, sagte eine Pressesprecherin des Kreises am Montag. Es wird vermutet, dass am Sonntagabend starke Windböen oder Blitzeinschlag die 70 Meter hohe Windkraftanlage bei Dörenhagen zerstört haben.

Die Feuerwehr in Minden registrierte 86 Einsätze, die Polizei wurde zu 61 Einsätzen gerufen. "Das kann sich für die Region schon auf mehrere Hundert Fälle summieren", sagte ein Polizeisprecher. Es seien "großflächige Schäden" entstanden, betroffen war vor allem der Mindener Stadtteil Meißen. Dort zerstörte der überaus starke Wind mehrere Häuser. "Das Unwetter hat eine Art Schneise gezogen", sagte ein Feuerwehrsprecher. Fünf Häuser mit insgesamt 33 Bewohnern mussten wegen Einsturzgefahr evakuiert werden. Die Schadenshöhe konnte die Polizei bislang noch nicht beziffern.

Im Laufe des frühen Vormittags waren die meisten Straßen wieder freigeräumt. Anwohner hätten mit Motorsägen geholfen, die abgeknickten Bäume von der Straßen zu räumen, berichtete die Polizei. Zuvor war die Bundesstraße 65 im Bereich Minden-Meißen in Fahrtrichtung Bückeburg eine Stunde lang gesperrt worden.

dpa

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