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Ermittlungen nach Inferno in Gästehaus mit sechs Toten

Brände Ermittlungen nach Inferno in Gästehaus mit sechs Toten

Nach dem verheerenden Brand mit sechs Toten in einem Gästehaus in Oberbayern laufen die Ermittlungen auf Hochtouren. Die Opfer wurden mittlerweile zur Obduktion nach München gebracht.

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Ein Absperrband der Polizei vor dem ausgebrannten Gästehaus in Schneizlreuth bei Berchtesgaden.

Quelle: Andreas Gebert

Schneizlreuth. Dort soll die genaue Todesursache festgestellt werden. Ihre Identität wurde noch nicht bekannt gegeben. Bisher ist nur bekannt, dass die Männer zwischen 30 und 40 Jahre alt waren und aus Niederbayern stammten. Die sieben Schwerverletzen wurden weiter in Spezialkliniken behandelt.

Beim Ausbruch des Feuers am frühen Samstagmorgen hielten sich laut Polizei 47 Menschen in der Unterkunft in Schneizlreuth bei Berchtesgaden auf. Bei ihnen handelt es sich um Mitarbeiter einer Firma aus Niederbayern. Augenzeugenberichten zufolge spielten sich dramatische Szenen ab. Einzelne Mitglieder der Gruppe, zum Teil selbst verletzt, versuchten andere Gäste zu wecken und damit vor den Flammen zu retten.

Schon im Laufe des Samstags gab es immer weniger Hoffnung, die vermissten Männer noch lebend zu finden. Am Samstagnachmittag dann herrschte traurige Gewissheit. Brandfahnder entdecken am zunächst die Leichen von fünf Männern im Dachgeschoss des Hauses. Wenig später wurde der sechste Tote gefunden.

Die Feuerwehr brachte den Brand erst am frühen Vormittag unter Kontrolle, gegen Mittag war das Feuer gelöscht. Es war gegen drei Uhr im ersten Stock des ausgebauten Bauernhofs ausgebrochen. Zur Ursache teilten die Ermittler bereits am Samstagabend mit, ein technischer Defekt an einer elektrischen Anlage könne nicht ausgeschlossen werden. Hinweise auf eine vorsätzliche Brandstiftung mit Brandbeschleunigern hätten nicht entdeckt werden können.

Bereits am Samstagnacht war bekannt geworden, dass das Feuer vermutlich durch einen technischen Defekt an einer elektrischen Anlage in dem zum Gästehaus umgebauten Bauernhof ausgelöst wurde. Am Sonntag machte die Polizei dazu keine neuen Angaben. Die Staatsanwaltschaft Traunstein hat die Ermittlungen aufgenommen.

Der Sachschaden liegt nach einer neuen Schätzung bei bis zu 800 000 Euro, wie der Bayerische Rundfunk berichtete. Demnach handelt es sich bei dem Bauernhof um ein 800 Jahre altes Haus, das von einer auf Outdoor-Aktivitäten spezialisierten Eventagentur zur Unterkunft ausgebaut worden sei.

dpa

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