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Fahrraddiebe verursachen Schaden von 100 Millionen Euro

Kriminalität Fahrraddiebe verursachen Schaden von 100 Millionen Euro

Die Versicherungen in Deutschland haben nach einem Bericht der "Welt am Sonntag" 2014 für gestohlene Fahrräder 100 Millionen Euro bezahlt. Das seien zehn Millionen mehr als 2013, berichtet die Zeitung unter Berufung auf den Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV).

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Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Clubs wirft dem Staat vor, den Diebstahl von Rädern zu bagatellisieren.

Quelle: Uwe Anspach

Berlin. "Der Schaden pro Geschädigten beträgt im Schnitt 490 Euro", sagt Alexander Küsel, Leiter der GDV-Schadenverhütung, dem Bericht zufolge. Das Geld sei für 210 000 entwendete Räder gezahlt worden, die versichert waren. Das sei der höchste Stand seit fünf Jahren.

Die Polizei habe im vergangenen Jahr etwa 340 000 Fahrrad-Diebstähle registriert, das entspreche einem Anstieg um 7,2 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. 2014 habe die Aufklärungsquote bundesweit 9,6 Prozent erreicht. Der SPD-Bundestagsabgeordnete Burkhard Lischka sagte der Zeitung, bei Fahrraddiebstählen habe man es "zunehmend mit gut organisierten Banden zu tun". Die Informationen müssten deshalb zentral zusammengetragen und ausgewertet werden.

Der Bundesvorsitzende des Allgemeinen Deutschen Fahrrad-Clubs (ADFC), Ulrich Syberg, sagte der Zeitung: "Radklau ist ein Massendelikt, das der Staat aber bagatellisiert." Der Deutsche Städtetag appellierte dem Bericht zufolge an die Eigentümer, ihre Räder besser zu schützen.

dpa

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