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Feinstaubalarm in Stuttgart wird Samstagnacht aufgehoben

Umwelt Feinstaubalarm in Stuttgart wird Samstagnacht aufgehoben

Regen soll die Stuttgarter Luft in der Nacht zum Samstag reinwaschen. Deutschlands erster Feinstaubalarm soll dann aufgehoben werden.

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Stuttgart hatte am Montag als erste Stadt bundesweit Feinstaubalarm ausgerufen.

Quelle: Marijan Murat

Stuttgart. Der bundesweit erste Feinstaubalarm in Stuttgart soll am Wochenende ein Ende haben. In der Nacht zum Samstag, um Mitternacht, werde der Alarm aufgehoben, teilte die Stadt im Internet mit.

Der Grund ist aber nicht, dass mit Fahrzeugen, Baumaschinen oder Öfen weniger Feinstaub erzeugt wird, sondern dass sich das Wetter grundlegend ändert.

Zum einen werde der prognostizierte Regen in der Nacht zum Samstag den krebserregenden Feinstaub aus der Luft waschen, hieß es beim Deutschen Wetterdienst in Stuttgart. Zum anderen drehe der Wind: Staute sich die dreckige Luft in den vergangenen Tagen bei Wind aus Richtung Osten im nach Westen geschlossenen Talkessel, kommt er dann aus Westen und pustet die Luft aus dem Tal.

Und wie geht es weiter? Am Montag könnte es kurzfristig nochmal eine ähnliche Wetterlage wie zuletzt geben, hieß es beim DWD. Eine Lage, bei der wie zuletzt über mehrere Tage hohe Feinstaubwerte zu erwarten sind, sei aber nicht abzusehen.

Stuttgart hatte am Montag als erste Stadt bundesweit Feinstaubalarm ausgerufen. Einwohner und Pendler wurden aufgerufen, freiwillig auf das Auto verzichten. Laut baden-württembergischen Verkehrsministerium sind etwa drei Prozent weniger Autos gezählt worden, die in die Stadt ein- und ausfuhren. Stuttgart muss die Luftbelastung reduzieren, sonst drohen Millionenstrafen von der EU. Die Kessellage der Stadt bedingt, dass die Luft nur bei kräftigem Wind ausgetauscht wird.

Am Neckartor, einer der Hauptverkehrsachsen im Stuttgarter Talkessel, wurden zuletzt rund 120 Mikrogramm der winzigen Partikel pro Kubikmeter Luft gemessen, wie die Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz mitteilte. Am Dienstag waren sogar durchschnittlich 141 Mikrogramm registriert worden. Der EU-weite Grenzwert liegt bei 50 Mikrogramm.

dpa

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