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Geflohener Vergewaltiger wieder hinter Gittern

Kriminalität Geflohener Vergewaltiger wieder hinter Gittern

Drei Tage nach seiner spektakulären Flucht aus einem Kölner Brauhaus ist der gefährliche Sexualstraftäter gefasst worden. Weit gekommen war er nicht.

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In dem Fahrradgeschäft hat der entflohene Vergewaltiger ein Fahrrad gekauft.

Quelle: Henning Kaiser

Brühl. Nach dreitägiger Flucht ist der von einem Großaufgebot der Polizei gesuchte Vergewaltiger in Brühl bei Köln gefasst worden.

Der 58-Jährige wurde am Samstagmittag festgenommen, teilten Polizei und Staatsanwaltschaft in Köln mit. Er war unterwegs auf einem Fahrrad, das er sich kurz zuvor gekauft hatte.

Der 1,88 Meter große Gefangene war am Mittwoch bei einem begleiteten Ausgang in einem Brauhaus in Köln entkommen. Die Polizei konnte den Mann offenbar orten, weil er für den Fahrradkauf eine EC-Karte benutzt hatte. In dem Laden war er trotz der vielen Fahndungsfotos nicht erkannt worden. Er trug eine Brille und eine Mütze und hatte seinen Bart abrasiert. Bei seiner Festnahme leistete er keinen Widerstand.

Die Nacht zum Sonntag verbrachte er im Polizeipräsidium, wie eine Polizeisprecherin in Köln berichtete. Er sei dort vernommen worden. Ergebnisse nannten Polizei und Staatsanwaltschaft nicht. Nun werde der Mann der Justiz überstellt.

Der Straftäter war 1991 wegen mehrerer Vergewaltigungen zu neun Jahren Haft verurteilt worden. Anschließend wurde er in der JVA Aachen in Sicherungsverwahrung genommen. Wegen der unklaren Umstände seiner Flucht in Köln hat die JVA Aachen Anzeige wegen Gefangenenbefreiung gegen die beiden Justizvollzugsbeamten erstattet, die ihn begleiteten. "Die Polizei wird ermitteln, wie es zu der Flucht kam, auch mit Blick darauf, ob es eine Beteiligung gab", sagte Ulrich Bremer, Sprecher der Kölner Staatsanwaltschaft, am Sonntag.

Nordrhein-Westfalens Justizminister Thomas Kutschaty (SPD) zeigte sich erleichtert. Er danke der Polizei für die gute Zusammenarbeit und den Fahndungserfolg, sagte ein Sprecher des Ministeriums: "Wir sind froh, dass er gefasst wurde." In die JVA nach Aachen werde der Mann vermutlich nicht wieder kommen.

dpa

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