Volltextsuche über das Angebot:

11 ° / 3 ° Regenschauer

Navigation:
Geiselgangster Degowski kommt wohl mit neuem Namen frei

Kriminalität Geiselgangster Degowski kommt wohl mit neuem Namen frei

Der Gladbecker Geiselgangster Dieter Degowski wird sein Leben in Freiheit vermutlich unter einem neuen Namen beginnen. "Es ist nicht unüblich, dass bekanntgewordene Straftäter eine Namensänderung beantragen", sagte ein Sprecher von Justizminister Thomas Kutschaty (SPD).

Voriger Artikel
Mit Heroin erwischt: 83-jähriger kommt mit Bewährung davon
Nächster Artikel
Experten befürchten schlimme Folgen der Ölpest in Kalifornien

Der Eingang der Justizvollzugsanstalt in Werl: Hier sitzt der Gladbecker Geiselgangster Dieter Degowski ein.

Quelle: Jörg Taron/Archiv

Düsseldorf/Werl. Er bestätigte damit einen Bericht des "Westfälischen Anzeigers". Eine Entlassung des dann etwa 60-Jährigen sei frühestens im August 2016 möglich. Degowski und sein Komplize waren im August 1988 nach einem missglückten Bankraub mit Geiseln geflüchtet. Beim drei Tage dauernden Gladbecker Geiseldrama kamen drei Menschen ums Leben.

Degowski werde derzeit mit "dosierten Lockerungsmaßnahmen" auf seine Entlassung vorbereitet, sagte der stellvertretende Leiter der JVA Werl, Andreas Jellentrup. Degowski sei dabei schon allein zu sogenannten Tagesausgängen unterwegs. Er besuche Menschen, zu denen er trotz der langen Haft noch Kontakt habe. "Das ist bisher alles problemlos gelaufen." Jellentrup bestätigte, dass Degowski von sich aus Erwägungen zur Namensänderung anstelle. Die Anwältin Degowskis war zunächst nicht zu erreichen.

Bisher habe Degowski nicht beantragt, seine Reststrafe zur Bewährung auszusetzen, sagte Jellentrup. Vor einer Entlassung müsse ein Gutachter den Geiselgangster erneut auf seine Gefährlichkeit untersuchen, sagte der Ministeriumssprecher. Dann würde die Strafvollstreckungskammer des Arnsberger Landgerichts darüber entscheiden. 2013 hatte das Gericht die JVA aufgefordert, Degowski auf eine mögliche Entlassung im Jahr 2016 vorzubereiten.

dpa

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Buntes

Sollte Rauchen im Auto verboten werden, wenn Kinder dabei sind?

f24bca64-bd47-11e6-93cf-1fd3784f57b6
Vom Aussterben bedroht: Diese Arten stehen auf der Roten Liste

Tierschützer sind besorgt: „Wir erleben derzeit das größte globale Artensterben seit dem Ende der Dinosaurier – und der Mensch ist die Ursache“, sagte der Vorstand der Naturschutzorganisation WWF Deutschland, Eberhard Brandes. Außer der Giraffe, stehen zahlreiche weitere Tiere auf der Todesliste.