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Gina-Lisa Lohfink bricht in Tränen aus

Prozess um falsche Verdächtigung Gina-Lisa Lohfink bricht in Tränen aus

Ex-“Germany’s Next Topmodel“-Kandidatin Gina-Lisa Lohfink ist erneut in Tränen vor Gericht ausgebrochen. Wurde sie vergewaltigt oder nicht? Das ist aktuell die Frage, obgleich sich die Anschuldigungen in den Ermittlungen nicht bestätigt hatten. Im Prozess hat am Montag ein weiterer Beteiligter ausgesagt – und gab einen Grund für seine Abwesenheit an.

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Model Gina-Lisa am heutigen Prozesstag in Berlin.

Quelle: dpa

Berlin. Gina-Lisa Lohfink (23) ist bei der Fortsetzung ihres Prozesses in Tränen ausgebrochen. Als die Richterin am Montag ein Sexvideo zur Beweisaufnahme - den Laptopmonitor vom Publikum abgewandt - anschauen ließ, blieb das Model zunächst auf seinem Platz. Als ihr Anwalt sie dazu holte, begann sie zu weinen. „Es ist wirklich schlimm, was hier mit mir gemacht wird“, sagte sie.

„Nein heißt nein“

„Nein heißt nein“: Gina-Lisa widerfährt viel Unterstützung.

Quelle: dpa

Richterin Antje Ebner rügte daraufhin den Anwalt: „Sehen Sie nicht, dass Ihre Mandantin emotional überfordert ist? Warum müssen Sie Ihre Mandantin so vorführen?“ Die Verhandlung wurde für zehn Minuten unterbrochen. Die frühere „Germany’s next Topmodel“-Kandidatin muss sich vor dem Amtsgericht Berlin-Tiergarten wegen falscher Verdächtigung verantworten, weil sie zwei Männer der Vergewaltigung beschuldigt.

Das Medieninteresse an dem Prozess ist auch vor dem Hintergrund der Schärfung des Sexualstrafrechts groß

Das Medieninteresse an dem Prozess ist auch vor dem Hintergrund der Schärfung des Sexualstrafrechts groß.

Quelle: dpa

Am Montag wurde auch einer der beiden von Lohfink beschuldigten Männer als Zeuge gehört. Der 32-jährige Ex-Manager Sebastian Castillo Pinto war lange nicht auffindbar und tauchte kurz vor der Verhandlung überraschend auf. Er wies nun auch vor Gericht den Vorwurf zurück, das Model Gina-Lisa Lohfink vergewaltigt zu haben. „Es war einvernehmlicher Sex“, sagte der 33-jährige am Montag vor dem Amtsgericht Berlin-Tiergarten. „Wir hatten zu dritt Spaß.“ Auch Drogen oder K.o.-Tropfen seien in der Nacht im Juni 2012 nicht im Spiel gewesen.

Pinto erklärte als Zeuge, der eigentlich Geschädigte sei er, weil er keine Arbeit mehr bekomme. Vor Gericht erklärte er außerdem, er sei psychisch nicht dazu in der Lage gewesen, sich früher zu melden.

Die Vergewaltigungsvorwürfe gegen die beiden Männer hatten sich in früheren Ermittlungen nicht bestätigt. Erst kürzlich wurde in diesem Kontext gegen Lohfink eine Strafanzeige gestellt.

Von dpa

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